Patricia from Switzerland ![]()
Tagebuch des Jahres 2025 (1. Halbjahr Jänner - Juni):

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Nun
sind schon rund sechs(!) Jahre vorbei seit meiner Entpuppung. Was mag
nun wohl im verflixten siebten Jahr auf mich zukommen? Die Erwartungen
sind nicht allzu gross, aber schaumermal...
Der erste Tag des Jahres war ürsprünglich wieder dem Nichtstun gewidmet, ganz bewusst nach Mutti's Worten: "Was man am ersten Januar tut, tut man das ganze Jahr über." Als sich aber der Nebel lichtete und die Sonne sich zeigte, zog es mich raus, um mit Richi
einen Kaffee zu geniessen, obschon es in den Strassen von unzähligen
Flanierern wimmelte, als sei nochmal ein Sonntagsverkauf. Und am Abend
suchte ich noch kurz Mutti auf, um auch ihr ein gutes neues Jahr zu
wünschen, und landete dann zu Tisch, da sie sich heimlich das Kochen
nicht nehmen liess.
Der Stephanstag
gilt eigentlich auch noch als kantonaler Feiertag, wird jedoch vom
umsatzgetriebenen Detailhandel zunehmend aufgeweicht. Darum war auch
die Migros-Filiale am Limmatplatz wieder geöffnet (wenn auch
reduziert), und so gönnten sich Richi, Kurt und ich noch Adrio mit Reis in der dortigen M-Gastronomie.
Am Freitag ergab sich kurzfristig eine Verabredung zum Brunch, mit Rita und Heidi
im Wüst an der Stampfenbachstrasse. Interessant, dass dort die
Zmorgeteller mit Rührei nur am Wochenende kredenzt wird und Mohnbrötli
auch nur dann feilgeboten werden. Man muss nicht alles verstehen...
Am Samstag zog es Richi
und mich wiederum zum Migros-Limmatplatz, auf dem Menüplan stand Adrio
mit Kartoffelstock. Mmmmmh! Als Nachspeise winkte ein kleiner
Dreikönigskuchen, der mich zur Königin vom Limmatplatz machte. ;-)
Der letzte Tag vor der Arbeitswoche, bzw. dem neuen Arbeitsjahr diente dann bewusst dem faulenzen, ausruhen und auftanken... Gäääähn...
Trotz der Angewöhnung ans Nichtstun der letzten letzten zwei Wochen war ich diesen Montag recht motiviert,
ins Arbeitsleben zurück zu kommen. Zurück zu meinen Arbeitskollegen,
zurück zum normalen Wahnsinn, aber auch zurück zur geregelten
Tagesstruktur. Wäre da einfach nicht das frühe Aufstehen in der
winterlichen Morgendunkelheit...
Jubiläum am Dienstag:
Heute vor 6 Jahren entpuppte sich unsereins von der Raupe zum
Schmetterling - eigentlich mein neuer Geburtstag und für mich "Der
Grund zu feiern", dass in dieser Zeit so vieles erreicht werden konnte
und ich so viel Positivität und Bestätigung erleben durfte. An dieser
Stelle ein grosses DANKE an
all die Wegbegleiter und Weg-Ebner, die mir ebendiesen ermöglicht haben
und mich gestützt und unterstützt haben. Zur Feier des Tages/Abends
zauberten Kroko und Lobsti noch Sprudelwasser und Kuchen hervor. Schön,
dass sie von sich aus an diesen Tag gedacht hatten, wie auch Rita, Heidi, Fabienne
und Corinne. :-)
Den Mittwoch
verbrachte ich dann in dier Schoggi-Manufaktur in Buchs, einfach so,
weil dort Hörnli und Ghackets zum Zmittag angepriesen wurde.
Und am Donnerstag
war Heimarbeit angesagt, auch wieder aus Gründen der mittäglichen
Speiseauswahl: Das MR-Limmatplatz winkte zu Fleischvogel und
Kartoffelstock, Richi und ich folgten dem unwiderstehlichen Wink.
Auftakt zur Züglete am Freitag:
Uns stand ein Büro-Umzug bevor, weil einige Abteilungen mehr Platz
brauchten und man die Situation zur Gesamtoptimierung unserer Etage
nutzen wollte. Also hiess es Schubladen leeren, Schränke räumen und
Kistli befüllen, natürlich gleichzeitig auch ausmisten (was mir aber
nicht wirklich gelang). Interessant war, dass mein Bürogspändli
nur zwei Tragtaschen vollgepackt hatte, während es bei mir über ein
Dutzend grosser Gebinde wurden. Aber dafür kann sich niemand sonst als
physisches Archiv punkto Sortiments- und Firmengeschichte betrachten.
Am Wochenende lockte wieder die Sonne, doch es blieb dennoch bitterkalt. Nach dem Zmittag am Limmatplatz besuchen Richi und ich am Samstag den Lindenhof wo der Wind so richtig bissig blies. Auch Patrick
gesellte sich hinzu, um das von Sonnenstrahlen erleuchtete Limmatquai
abzulichten, während uns der Wind erbarmunglos um die Ohren wehte. Um
diese wieder abzutauen, waren der Kaffee und Kuchen im MR-City mehr als
willkommen.
Am Sonntag war es nochmal schön (und schön kalt) und so durchquerten Mario
und ich das Industriequartier auf der Suche nach einem Käffeli. Fündig
wurden wir in der neuen Kollektiven Bäckerei gegenüber dem Parkhaus
West, wo die soziale Wandlung des einst
stolzen Industriequartiers gut hörbar war: Die dort übervertretene
urbane
Hipster-Kundschaft spricht kaum Mundart und die Bestellungen sind
auf Englisch anzubringen. Na ja. Dann querten wir noch das öffentlich
zugängliche Toni-Areal, wo mir das Herz natürlich höher schlug und
Erinnerungen an eine wunderbare, aber leider schon lange vergangene
Zeit wach wurden. Damals wurde auch nicht Englisch gesprochen. Etwas
später gesellte sich noch Paul
zu uns und in der dann aufgesuchten Bar des 25-Stunden-Hotels an der Langstrasse wurden wir
grad mal auf Englisch begrüsst. Als wäre die neue Welt nicht mehr
für einfache Zürcher/innen, sondern auf die wohlhabenden und ach so
schlauen Expats ausgelegt. Aber der Kaffee war trotzdem fein.
Wer erinnert sich noch?
Letztes Jahr habe ich handgefertigte Kleinserienmodelle einer
Westschweizer Schmalspurbahn bestellt. Heute Montag
gewährte mir der Hersteller einen kleinen Blick in die Werkstatt,
sprich, es gab Infos zurm Fortschritt des Baus und Freude für's Herz.
Ich freue mich schon, den ersten dieser Wagen in den Händen halten zu
dürfen (natürlich mit Handschuhen).
Am Dienstag war ich mit Corinne
in Zürich im Einsatz, es war ein weiterer Testtag im grossen
Informatik-Projekts des Mutterhauses angesagt. Trotz seriöser und
konzentrierter Arbeit auch immer ein schöner und lustiger Tag mit ihr.
Aber eine Trübung gab es: Beim Zmittag beim St-Jakob-Beck konnte ein
anderer Gast sein Tablett mit Teewasser nicht mehr halten und vergoss
dieses auf dem Boden, wobei einige Spritzer auch mein rechtes Knie
trafen. Zuerst biss es kurz und heftig, liess aber bald nach und am
Nachmittag juckte es nur noch. Also einfach mal ignorieren und trotzdem
bei Don Weber noch den Feierabend-Drink geniessen. Später daheim
entdeckte ich dann das Malheur: Zwei 20-Rappen-Münzen grosse
Brandblasen, die fortan täglich Besalbung mit Vita-Merfen bedarfen.
Autsch!
Ein willkommener Tagesstart am Mittwoch
mit einem üppigen Projekt-Zmorge im "Guggi" (Personalrestaurant des
Mutterhauses). Es war schön, viele liebgewonnene Gesichter aus vielen
Gremien und Projekten der Vergangenheit wiederzusehen und sich
unbeschwert auszutauschen. Und einmal mehr kannten mich mehr Leute als
umgekehrt, was jeweils etwas peinlich ist. Aber schade, dass es selten
zu solchen Anlässen und Begegnungen kommt, doch andererseits wird wir
auch zum arbeiten da, nicht zum unbegrezten sozialisieren... Den Rest
des Tages verbrachte ich dann im Büro von Corinne
am Limmatplatz, was auch bereichernd war, das ehemalige Lagergebäude
nach seiner Revonation zum Bürotrakt mal von innen zu sehen. Der
Limoncello-Spritz rundete den Tag nett ab, obschon ich ihn auch am
Folgetag noch spürte...
Am Donnerstag war wiedermal Fabienne
in Meilen zu Besuch, war immer eine Bereicherung und Freude ist. Und
das meine ich ohne Ironie. :-) Am Fyrabig lag sogar noch Zeit für einen
Tee drin.
Quasi Wochends-Stimmung schon am Freitag, da im Menüplan Pastetli angekündigt waren.
Am Samstag mit Richi
zur "Tour-de-Migros-Restaurant", zuerst am Limmatplatz mit
Geschnetzeltes und Reis im Thai-Stil (war überraschend fein), plus
Kaffee und Kuchen im MR-City.
Und am Sonntag musste ich mich leider wieder etwas ausruhen, einfach nur vor dem Fernseher gammeln und die Seele baumeln lassen...
Ein eiskalter Wochenstart am Montag, brrrrr!
Volles Büro am Dienstag
mit entsprechendem Lärmpegel, wenn sich alle am Telephon punkto
Hörbarkeit überbieten wollten. Zum Glück kann ich mich Internet-Radio abgrenzen.
Nach-Test-Tag im grossen Informatik-Projekt am Mittwoch, ohne bedrohliche Fehler oder Pannen, alles lösbar und rechtzeitig in Arbeit. Wir haben's gut im Griff.
Für diesen Donnerstag
war ich auf 8 Uhr früh zu einem fernmündlichen Termin bestellt und
plante rechtzeitige meine Anreise ins Büro entsprechend ein. Dann aber
reihte sich ein Pech ans andere: Zuerst fuhr das Tram nicht weiter,
weil ein Tramzug davor in eine Kollision verwickelt war. Alles
Passagiere mussten zum nächstgrossen Umsteigeort laufen. Und das erst
noch im regen notabene. Somit verpasste ich auch meine Zugverbindung
nach Meilen und hatte zu warten. So holte ich mir im Sprüngli einen
Becher mit Kaffee, bestieg dann die nächste S-Bahn und verschüttete
zusätzlich noch die heisse Brühe über mir, weil ich Dummerchen den
Deckel zu wenig forsch angedrückte hatte. Knurr, das Tag war für mich
gelaufen!
Dafür dann Freude am Freitag:
In Buchs werde ich vom Kantinenpersonal jeweils mit einem Gipfeli mit
Fleischkäse verwöhnt. Aus Neugier fragte ich vor einiger Zeit bei uns
in Meilen, ob es hier auch mal sowas gäbe: Und prompt hat mir heute Jacqueline ein "mit Liebe gemachtes" Fleischkäse-Gipfeli kredenzt und geschenkt. Dieser Tag konnte nicht besser beginnen!
Wieder lockte die Sonne am
Wochenende und täuschte gar einen ersten Frühlingstag vor. So gönnte
ich mir zu den Spaziergängen mit Richi leichtere Kleidung. Und froh entsprechend vor mich hin. Am Samstag nach dem Zmittag und dem Käffeli am Bellevue schlenderten wir durch die linke Altstadt flussabwärts, am Sonntag dann zum Einfangen der Sonnenstrahlen flussaufwärts zum Käffeli und dann die Bahnhofstrasse hinab.
Diese Woche schien irgendwie wenig spektakulär, doch gespickt mit schönen Details.
Am Mittwoch war ich zum Info-Anlass nach Buchs geladen und durfte am Abend noch mit Fabienne zum Fyrabig-Tee
Der frühe Morgen des Donnerstags war für einen Besuch bei Haarfee Angela reserviert
Und anlässlich des Abschieds von Marco infolge Stellenwechsels verbrachte ich den Freitag wiederum nach Buchs
Am Samstag wieder willkommener Zmittag mit Richi am Limmatplatz, Käffeli am Bellevue, und Kuchen im M-City
Die ewige Kälte liess mich dann am Sonntag wieder kapitulieren und den Tag auf dem Sofa verbringen
Den Dienstag-Vormittag
habe ich mir bewusst zur Heimarbeit reserviert, um am Mittag den
kürzeren Weg zum Limmatplatz zu haben. Denn dort hatte ich mit Richi zum Kalbsadrio mit Kartoffelstock abgemacht.
Am Mittwoch
fand der jährliche Sirenentest statt, der niemanden mehr vom Hocker zu
reissen vermag. Im Ernstfall denken dann wohl alle, es sei wieder ein
Test. Wir werden 's sehen. An diesem Tag hatte ich zudem eine kleine
Präsentation zu einer Optimierung für die Produktprüfung während dessen
Fertigung (Stichwort Digitale Fabrik). Auch wenn nur vier vertraute
Sachverständige aus Qualität und Produktion meinen Vorschlägen
lauschten, so war ich trotzdem irgendwie nervös und umso erleichterter,
als meiner Ausarbeitung die Implementierung attestiert wurde. War
irgendwie nicht mein Tag, um den Leuten (wie sonst jeweils) zu sagen,
was sie machen sollen...
Diesen Donnerstag besuchte uns wieder Fabienne
in Meilen, diesmal ohne Fyrabig-Tee, aber mit gutem und tiefgründigem
Austausch. Das vermochte mich dann irgendwie aufzuwühlten, denn zum
willkommen frühen Ladenschluss legte ich mich daheim umgehend und ohne
Znacht ins Bett, und hatte fast ohne Unterbruch von 16 Uhr bis 06 Uhr
durchgeschlafen.
Am Freitag war
unsereins dann wieder fit wie ein Turnschuh. Abends liess ich mir sogar
eine Pizza, doch die war trotz Normalgrösse dann doch zu viel, die
Hälfte davon
hätte durchaus genügt.
Den Samstag durfte ich mit Richi
wieder an der herrlichen Sonne geniessen, doch trotz Sportferien schien
die Stadt auch diesmal wieder überbevölkert. Nach dem Zmittag am
Limmatplatz erhofften wir uns einen Platz im Belcafé, doch in diesem
war jeder Stuhl und Hocker besetzt. So fingen wir die Sonnenstrahlen
während des Spaziergangs via Quaibrücke und Uraniastrasse zum M-City
ein.
Den milchigen und noch kühlen Sonntag
nutzte ich dann mangels Datensignalen aus der Buchse gezwungenermassen zum Ausruhen und zur digitalen Ausmistung, sowie zum bearbeiten des Tagesbuchs:
Ein Monteur hatte am Freitag das
UPC-Kabel gekappt, somit also Fr/Sa/So kein Radio/tv/Internet!! Üble Sache!! Darum
möge er in seiner Karriere bei einer Sprengstoff-Entschärfung auch das falsche Kabel
durchtrennen. So geht das!
Eigentlich hätte ich diesen Montag
lieber in Buchs gearbeitet, weil das Mittagsmenü dort attraktiver
erschien, doch spare ich mir die Reiserei lieber auf wärmere Tage
auf. Zudem muss das Auto bald in den Service und ich möchte es nicht strapazieren oder womöglich gar verärgern.
Diesen Mittwoch hatte ich dann die Ehre, dass Andreas nach Zürich kam und wir uns im Zeughauskeller ein grosses Schnitzel gönnen konnten. Perfekt!
Am Freitag konnte ich dann endlich das ersehnte Paket aus Holland abholen, mit dem handgefertigten Modell des BDe 4/4 401 der Aigle-Sépey-Diablerets-Bahn im Massstab 1:87.
Nach dem üppigen Zmittag am Samstag, war am Sonntag dann aber wieder ein Ruhetag angesagt.
Diesen Dienstag sollte es sein: Mein kränkelndes Auto hatte seinen Abgabetermin in der Mercedes-Garage in Schlieren. Schön ist jeweils, dass ich dann mit Annabella
vom Empfang ein Käffeli trinken darf und dabei in den guten, alten, und
gemeinsamen Zeiten aus der Toni-Molkerei schwelgen darf. Unschön
hingegen ist, dass nach der Abholung für üblich jeweils eine saftige
Rechnung ins Haus flattert.
Ansonsten leider Courant normal, mit seinen Sonnen- und Schattenseiten...
Am Montag durfte ich mal wieder in die Konzernzentrale, Reto
hatte einen Termin mit der Transportabteilung und ich konnte da einige
Fragen zur Abwicklung beim Sponsoring klären. Perfekt. Und zu meiner
Freude durfte ich mir die schon oft vernommene Vitrine mit den
unzähligen Eisenbahn- und Lastwagen-Modellen der Migros-Flotte
anschauen. Welche schöne Sammlung, nur leider nicht lichtgeschützt in
einem Sitzungszimmer (Ausbleich-Gefahr!).
Truppentag in Buchs am Dienstag, wobei die arme Fabienne mit einer harzigen Stimmverstimmung kämpfte und ich als ihr Sprachrohr fungieren durfte. Am Abend hatte ich ein Rendez-vous in Aarau im Spagi mit Andi und Luca,
zu einem Teller "Spaghetti Corleone" und anschliessendem
"Zitronensorbet mit Grüner Fee (Absinth)". Letzteres war dann auf dem
Rückweg zum Bahnhof schon noch recht spürbar...
Der Donnerstag hatte es dann in sich: Zum Zmittag gab es einen Fleischkäse,
der mehr schlecht als recht war, sodass mir am Nachmittag so richtig
mulmig im Magen wurde. Als hätte jemand einen Knopf zur
Schnellentladung der inneren Batterie gedrückt. Auf dem Heimweg
schaffte ich es zwar mit letzter Kraft, in Schlieren mein Auto vom Service abzuholen und heimzubringen, nachher war der Akku aber richtig leer. Unterkühlt, schwach, kötzelig.
Am Freitag zwar noch stundenweise von daheim aus am arbeiten (Loyalität verpflichtet), am Wochenende dann aber definitiv kraftlos und krank. :-(
Selbst am Montag war ich noch nicht richtig bei Kräften und war froh, dass mich Kroko bei der Arbeit daheim tatkräftig motivierte und unterstütze.
Am Dienstag war ich aber wieder bei Kräften und am Mittwoch sogar wieder fit um nach Buchs zu fahren. Grund zu Letzerem war der feine Zmittag dort! Für diese Aktion wurde ich natürlich wiedermal belächelt.
Den Donnerstag-Vormittag verbrachte ich wieder im Heimbüro, um über Mittag mit Richi am Limmatplatz den Fleischvogel geniessen zu können. Am Nachmittag aber wieder ab ins Bureau. Diese Woche war auch der Auftakt zur Merci-Bus-Tour zum 100-Jahre-Jubiläum der Migros. Diesen Donnerstag hielt der Merci-Bus in Erlenbach,
was mich am Feierabend magisch anzog. Von der wunderbaren und super
motivierten Promo-Truppe, die den Merci-Bus während der Tournee
betreut, habe ich sogar ein T-Shirt
bekommen, welches eigentlich der "Crew" vorbehalten ist. Da bin ich
richtig stolz drauf. Es ist super, die richtigen Leute zu kennen.
Am Freitag tourte der Merci-Bus von 10 bis 13 Uhr in Zumikon und von 16 bis 19 Uhr in Fällanden. Und dank Vermittlung von Scheff-Koordinator Philipp
durfte ich von Zumikon nach Fällanden sogar exklusiv mitfahren. Welche
grosse Ehre und riesige Freude! Dafür hatte ich auch extra einen freien
Tag eingezogen. So schaute ich mir zuerst in der Rehalp die
Umsteigeverhältnisse zur unterbrochenen Forchbahn
an (kein Betrieb zwischen Rehalp und Zollikerberg, dafür
Bahnersatzbusse sowie verlängerte Tramlinie 15 zur Rehalp). Am Mittag
kam ich dann mit Bus und Zug in Zumikon an und wurde schon herzlich
begrüsst und konnte mich sogar im Bus austoben und alles inspizieren.
Die Fahrt führte uns dann über Nebenstrassen und kleine Weiler nach
Fällanden runter, wo der Aufbau vor der M-Filiale stattfand. Unter den
Schülern hatte es sich schnell herumgesprochen, dass hier etwas gratis
verteilt werde, weshalb ich nicht lange vor Ort blieb. Aber das
Erlebnis, mit der Mitfahrt und dem entgegengebrachten Vertrauen war
grandios.
Am Samstag stand der Merci-Bus in Bassersdorf, wesehlb ich nach dem Mittagessen mit Richi am Limmatplatz den Weg dorthin suchte. Und was für ein netter Zufall: Astrid und Marcel
aus der ehemaligen und altehrwürdigen Toni-Molkerei waren auch zufällig
dort, und so plauderten wir gefühlt stundenlang über die guten alten
und die realen neuen Zeiten, während sich hinter uns unaufhörlich die
Kundschaft durch den Merci-Bus zwängte.
Diesen Montag
fuhr ich schon wieder nach Buchs, doch diesmal mit spezieller Absicht:
Für heute war in Suhr die Ankunft des ersten von fünf zweiteligen Saphir II ABe 4/8 für die AVA/WSB angesagt. Auch Patrick
liess sich das nicht trotz nieselndem Regen entgehen, so war ich
zumindest nicht allein dort. Bei diesem ersten Ablad der Folgeserie war
auch die Medienabteilung der WSB da und einige Instanzen aus der Chefetage.
Umso schöner war, dass sie mich alle kannten und begrüssten, als wäre
ich eine Mitarbeiterin der Bahngesellschaft. Der erste Saphir II mit
der künftigen Nummer 41 wurde pünktlich mittags angerollt, der Ablad
dauerte zuerst etwas, doch um 13:23 Uhr hatte der Triebzug erstmals
Kontakt mit dem WSB-Schienennetz.
Am Nachmittag drückte die Sonne durch. Auf dem Heimweg nach Zürich nahm ich Patrick mit und wir nahmen für die letzte Meile in die Innenstadt das Tram. Zufällig kam der Be 4/6 2065, der im September 1986 für einige Wochen zu Evaluationszwecken in Bern eingesetzt wurde, angefahren und ich hatte zufällig noch ein damals selbst gemachtes Foto vom Tramwagen im dortigen Depot Eigerplatz auf dem Natel. So nutzte Patrick die Gelegenheit für ein lustiges Vergleichsbild.
Diesen Mittwoch beehrte uns Fabienne
in Meilen, da wir die Gelegenheit nutzten, ihr unseren Packraum, die
Lädeli-Logistik und die Speditionen zu zeigen. Es erschien mir wichtig,
dass sie die Räumlichkeiten mal gesehen hat, um sich besser vorstellen
zu können, was es mit den wiederkehrenden Aussagen zum Platzmangel auf
sich hat. Wir sind in Meilen wirklich nicht mit vorigen Abstellplätzen
gesegnet.
Bewegende Anmerkung von Personalscheffin Barbara am Freitag: Nach einem Austausch zu Werten und Erwartungen meinte sie "Du hesch ganz e schöni Seel"... Jööööööö!
Am Samstag gab es dann die schon fast für diesen Wochentag (unregelmässig!) "übliche" Tour-de-Migros mit Richi (Migros-Limmatplatz > Belcafé am Bellevue > Migros-City).
![]() Eine meistens nasse Woche |
![]() Montag: Auf grosse Fahrt |
![]() Grüezi |
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![]() Früh in Buchs |
![]() Das muss einfach sein |
![]() Freude mit Fabienne |
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![]() Am Mittag nach Suhr zu Patrick |
![]() OOTD |
![]() Der Saphir II ABe 4/8 41 wird geliefert |
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![]() Viel interessiertes Publikum anwesend |
![]() Das ist er |
![]() Kreuzung zweier SBB-Dominos |
![]() Rückzug in den Güterbereich |
![]() Treffen der Generationen |
![]() Der Ablad läuft |
![]() Bodenberühung |
![]() Abgeladen |
![]() Patrick |
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![]() Saphir I trifft Saphir II |
![]() Der Abschlepper ist angekommen |
![]() Making of (Link) |
![]() René und Andreas sind vor Ort |
![]() Generationen |
![]() Jetzt passiert lange nichts mehr |
Rückmeldung von Andi |
![]() Auf dem Heimweg im Be 4/6 2065 unterwegs |
![]() Be 4/6 2065 |
![]() Dienstag: Huhuu |
![]() SchniPo |
![]() OOTD |
![]() Mittwoch: Koffje mit Sizan |
![]() OOTD |
![]() Spaghetti nature |
![]() Hygieneschleuse |
![]() Mit Fabienne und Athena ins Lager |
![]() Fyrabig-Tee mit Fabienne |
![]() Donnerstag: Wieder zur Arbeit |
![]() Fähren "Meilen" (2017) und "Horgen" (1991) |
![]() Spaghetti Bolognese |
![]() OOTD |
![]() Freitag: Düsteres Wetter |
![]() Stärkung |
![]() OOTD |
![]() Pastetli mit Gemüse |
![]() Coupe Vacherin |
![]() Samstag: En Guete am Limmatplatz |
![]() Bratwurst mit Nüdeli |
![]() Erstes Dessert am Bellevue |
![]() M-City |
![]() Zweites Dessert am Löwenplatz |
![]() Sonntag: Sendepause |
Am Mittwoch fand wieder ein Treffen der Migros-Pride-Community statt, diesmal im Flavour Coffee an der Langstrasse. Einerseits erklärte uns Isabelle vom Migros-Gleichstellungsbüro die aktuell laufenden Interventionen, andererseits verabschiedeten wir uns auch von Steffen,
dem Gründer der Migros-Pride. Steffen verlässt das Unternehmen und
begibt sich zuerst auf grosse Reise, zuerst nach Mexico und dann weiter
und weiter. Und er bleibt unvergessen, sowohl in der Community, als
auch bei mir, denn ihm habe ich das grosse Interview im Migros Magazin vom Juni 2022 zu verdanken.
Nach dem Donnerstags-Termin bei meiner lieben Haarfee Angela, folge am Freitag der Zmittag-Termin in Buchs. Mit Fabienne, Daniele, Jeffrey und Tobias fuhren wir am Mittag nach Küttigen zur Pizzeria Napoli Stories, in welcher wirklich wunderbar gute Pizza kredenzt wird. Das war mir den langen Tag wert.
Am Samstag wiederum mit Richi zum Migros-Limmatplatz und Migros-City.
Am Sonntag dann aber mehr Programm: Mit Richi pilgerten wir zur Rehalp wegen dem Bahnersatzverkehr und lichteten dort einige der ungewohnt langen 15er ab: Doppeltraktionen, Ponyzüge, Sänfte-Pony-Züge, Cobras, einmal war sogar ein Flexity
im Einsatz - auf einer Linie, wo sonst nur Solowagen ihre Runden
drehen. Somit für einmal kein Sonntag mit Sendepause und
Trübsalblaserei.
Diesen Mittwoch überraschte mich eine Fahrgästin(?), also sie zu meinem grünen Wintermantel meinte "De Mantel isch mega cool". Da war ich wiedermal recht paff.
Am Donnerstag hatte ich frei, eigentlich grundlos, planlos, ideenlos. Doch es gelang mir ein Zmittag mit Richi und Kurt am Limmatplatz, plus noch ein Spaziergang über den Münsterhof.
Nicht die Arbeit oder der Zmittag lockte mich am Freitag in Buchs, sondern die abendliche Generalversammlung des Vereins Pro Salonwagen. Präsident Andreas
führte souverän durch die Versammlung, ohne sich allzu lange in den
Details aufzuhalten. Kurzweilig und sympathisch war dann auch die
persönliche, technische Erklärung zum Wiedereinbau der Böden und den
Herausforderungen beim Dach vom technischen Leiter des Vereins. Zudem blieb uns noch Zeit für eine Visite im
untergeschossigen Materiallager, wo die revidierten Kupplungen,
Radreifen, und vieles mehr für den Wiedereinbau schlummert.
Ich dachte immer, Handwerker seien eher etwas verschroben, skeptisch
und konservativ-abweisend, nicht so die Leute vom Verein. Sie wirken
sehr offen und wohlwollend mir gegenüber, was dann wiederum auch mein
Herz zu öffnen vermag.
Für einmal verschlug es mich am Samstag in eine andere Himmelsrichtung, nach Rapperswil. Ich durfte bei Sabi wieder eine Maniküre geniessen. Nur das Wetter spielte nicht mit.
Sommerzeit...

Der letzte Tag im März ist der internationale TDOV. Zu diesem Tag hatte ich diesen Montag
einen Ferientag eingezogen. Und eigentlich wollte ich mich chic machen,
doch der Regen machte mir einen Strich durch die Rechnung. Mit Richi ging es nach Konstanz zum Lädele, doch die Ausbeute war nicht riesig. Dafür war der Zmittag gut. Im ehemaligen Karstadt gab es Rinderroulade
mit Erbsen-Kartoffelstampf (deshalb so grünlich) und Rotkraut. Klingt
nach deftigem deutschen Essen, war aber recht bekömmlich.
Diesen Donnerstag machte der Merci-Bus am Abend in Döttingen Halt. Da Corinne auch dort sein wollte (ihr Papa Valentin durfte den Merci-Bus fahren),
zog es mich zum Feierabend ebenfalls dorthin. Wiederum standen viele
Leute an, um beim Durchgang durch den Merci-Bus in Nostalgie zu
schwelgen. Und ich hatte die Ehre, Corinnes halbe Verwandschaft kennen zu lernen. Alles nette und humorvolle Menschen! :-) Am Ende des Einsatzes konnte ich die armen Promo-Damen
nicht allein den Bus auffüllen lassen und half eine Stunde in
Fronarbeit mit, den Bus für den nächsten Einsatz bereit zu machen. Sie
waren echt froh und es machte mir auch viel Spass, obschon ich es dann
recht im Rücken spürte.
Am Freitag dann wieder ein Tag in der Konzernzentrale. Im Rahmen der erwünschten Weiterbildungen hatte ich mich mal für einen Resilienz-Kurs
angemeldet. Der Kurs soll einem vermitteln, wie man besser mit Druck
umgehen kann. Meiner Ansicht nach der falsche Ansatz, denn statt den
Menschen zu vermitteln, besser damit umgehen zu können
(Symptombekämpfung), wünsche ich mir viel mehr, dass man die Ursache
bekämpft und den Druck einfach vermindert. Und wie erwartet war es dann
auch ein mit vielen Theorien und Glaubenssätzen gespickter Kurs,
ergänzt mit Atemübungen und Fussmassagen. Wirklich mitnehmen konnte
ich, nebst vielleicht besserem Bewusstsein, nicht wirklich viel. Aber
Weiterbildung ist Weiterbildung.
Am Samstag hatte ich das Glück, nach dem Zmittag am Limmatplatz mit Richi, noch unter ein paar blühenden Kirschblütenbäumen posieren zu dürfen.
Diesen Montag traf mit der Nummer 42 der zweite Saphir II aus Bussnang für die AVA in Suhr ein. Darum ein kurzes morgendliches Intermezzo in Buchs und der Rest des Tages am Ort des Geschehens in der Sonne an den Gleisen. Auch Richi war diesmal dabei. Diesmal fand der Bodenkontakt mit dem WSB-Netz um 13:24 Uhr statt. Somit ist der zweite von fünf ABe 4/8 da.
Zum SAP-Projekt "Eiger" wurden Fabienne und ich am Mittwoch an die Heinrichstrasse
geladen, um ausgewählte Systemtests zu begleiten und das Funktionieren
der Programme zu attestieren. Dank guter Vorbereitung konnten wir mit
vielen Tests und guter Abarbeitung der Fälle glänzen. Die anschliessend
wertschätzenden Rückmeldungen bereiten Freude und beflügeln, das
Projekt gemeinsam voranzutreiben.
Am Abend des Freitags gab es noch ein Käffeli am Bellevue und glücklicherweise begegnete ich "meinem" Be 4/6 2048.
Es schwebt immer die Furcht in mir, dass dieser Wagen plötzlich und
unbemerkt ausrangiert, und ohne Möglichkeit einer Verabschiedung zum
Schrotthändler überführt oder gar in ein Kriegsland exportiert wird.
Von langer Hand geplant, fand am Samstag die Fotofahrt für die Tramverein-Jugend statt. Im Einsatz stand der Be 4/6 2062, mit Start beim Hallenstadion, Fahrten über diverse Strecken und Ende beim Depot Irchel. Richi
und ich waren kurz beim Hallenstadion vor Ort, dann am Irchel, von wo
wir zum Escher-Wyss mitfahren durften, sahen den Wagen später am
Hardturm wieder, und nach einer Verpflegungspause am Limmatplatz dann zum Programmende wiederum am Irchel. Ein langer Tag mit viel Sonne und etwas Sonnenbrand.
Etwas trübte aber nach dem Anlass die Stimmung: Auf einem Mäuerchen in der Hofwiesenstrasse sass eine junge Frau, die mir beim vorbeigehen sagte "Gitt's es Baby? Alles Gueti!".
Meinte sie es aufrichtig? Oder provokant? Keine Ahnung. Doch ich weiss,
dass ich nicht schlank bin, aber jetzt fühle ich mich dick. :-((
Zweimal jährlich ist auch der Service bei den Zähnen fällig, heute Dienstag daher zur Dentalhygienikerin bei der Hardbrücke.
Und schon waren die Ostertage da, quasi die ersten Ferien dieses Jahres! Vier Tage lang nicht arbeiten müssen und dabei auch nichts verpassen. Den Karfreitag nutzte ich für lange fällige Ruhepause. Das schöne Wetter am Samstag lockte Richi und mich kurz in die Stadt, am Ostersonntag war wieder Pausieren angesagt.
Grosse Freude am Ostermontag: Endlich die Gelegenheit, voller stolz meine neuen Sonntagsschuhe auszutragen und in Szene zu setzen. Inspiriert von einer Werbung von Fogal mit roten Strümpfen. Ein grosser DANK an Richi für die spitzenmässigen Bilder! Meeeega!
Das SAP-Projekt "Eiger" hatte die Pilotphase gut gemeistert, washalb am Donnerstag zu einem Apéro im Guggi geladen wurde. Schön, als Teil des Pilots dabei gewesen sein zu dürfen.
Am Freitag wieder nach Buchs, weil mich die Pizza vom letzten Besuch in der Pizzeria Napoli Stories in Küttigen derart beeindruckte, dass ich einen nochmaligen Besuch dort wünschte.
Überraschung am Samstag am Limmatplatz:
Das Migros-Restaurant hat infolge der aufeinanderfolgenden Feiertage
mit erwartet tiefem Besucherandrang einige Samstage am Stück
geschlossen, kommuniziert wurde jedoch nichts, kein Plakat, kein
Hinweis, nichts. Da waren natürlich einige Leute angebrannt, so auch Richi und ich. Dann eben ab zum Löwenplatz für den Zmittag, mit späterem Käffeli im Belcafé.
Wegen des Sechseläuten-Kinderumzugs am Sonntag wurde die Tramlinie 15 mittags eingestellt. Eine der noch wenigen Gelegenheiten, die im Depot Irchel einfahrenden Solowagen des 15ers abzulichten. Nach getaner Arbeit traf ich dann in Oerlikon auf Richi und wir gönnten uns im Kafi Seilbahn ein Käffeli. Nachher noch eine wertvolle Fotominute bei der Stolzewiese und zurück nach Hause...
Donnerstag, Tag der Arbeit, freier Tag: Wieder eine Gelegenheit, die Sonntagsschuhe auszutragen, diesmal am oberen Limmatquai. Auch hier wieder: Danke Richi!
Am Freitag
wurde us ein Brückentag verordnet, so nutzen Richi und ich die
Gelegenheit für eine Autofahrt in den Berner und Neuenburger Jura.
Zuerst musste aber eine Stärkung im Wüst her, denn ohne Mampf, kein
Kampf. Der Weg führte uns zuerst nach Tavannes zu den Chemins de fer du Jura, wo der relativ neue Be 4/4 654 der CJ
abgestellt stand. Diese Serie von 5 Fahrzeugen (651 bis 655) von 2016
steht bereits wieder zum Verkauf bereit, denn offenbar hatte sich die
CJ unlängst mit immer wieder neuen Anschaffungen finanziell überlupft.
Die Be 4/4 sollen an die MOB abgetreten werden, da dort bauähnliche
Fahrzeuge im Einsatz stehen. Nur das Fahrzeug Be 4/4 651 steht noch im
Liniendienst, und dieses haben wir später noch angetroffen. Weiter
führte uns die Reise nach Les Reussilles,
wo der nächste abgestellte Triebwagen (Be 4/4 655) gesichert mit
Bewegungsmeldern gegen Vandalismus seiner Zukunft entgegenschlummert.
Beim nächsten Halt in Saignelégier
haben wir den im Einsatz befindlichen Be 4/4 651 angetroffen, sowie
weitere interessante Fahrzeuge der CJ. Weiter führte uns die Reise zu
Friedhof bei La Ferrière, da sich unmittelbar daneben eine geeignete Fotostelle für den Abfalltransportzug mit einem Be 4/4 ex FW auf dem nahen Bahnviadukt offenbarte.
Und dann war's Zeit für den Zmittag im Centre Métropole in La Chaux-de-Fonds. Nach dem Zmittag ein Tal weiter nach La Sagne zur einzigen mittäglichen Zugskreuzug des Tages auf dieser CMN-Linie. Leider waren nur die neuen ABe 4/8 Nummern 9 und 10 von 2024 im Einsatz. Somit schnell weiter zur zweiten CMN-Linie nach Les Brenets,
wo zuerst ein Betriebsunterbruch prognostiziert war, aber einige
Minuten später dann der Altbau-Triuebwagen Be 4/4 3 von 1950 eintraf.
Netterweise stand auch der noch einzige und gleich alte Steuerwagen Bt
12 in der Sonne, dessen Lebenszeit aber auch irgendwie abgelaufen zu
sein scheint. Zurück in Le Locle
hatten wir dann das Glück, die Begegnung eines inländischen
Regionalzugs, des eben erwähnten CMN-Triebwagens und einer
französischen X 76500 nach Besançon zu erhaschen. Perfekt! Und dann auf direktem Weg nur noch nach Hause.
Am Samstag lockte das jährliche Hafenfest in Romanshorn unsere Aufmerksamkeit auf sich. Mit Richi
bestieg ich den 7-Uhr-Zug ab Zürich zum Bodensee. Dadurch waren wir
relativ früh draussen, also rund zwei Stunden vor offiziellem
Festbeginn. Die Aufbauten für die Schunkelbänke und Ausstellungen waren
noch in vollem Gange. Wir nutzten daher die Ruhe vor dem Sturm für die
Sichtung der (teils ehemaligen) Hafenanlagen und der Beobachtung der Fährschiffe nach Friedrichshafen. Einer der Höhepunkte war die Ankunft der MS Oesterreich
von 1929(1953/2019) aus A-Hard. Ein schönes und edles Schiff, zwar
etwas semiprofessionell saniert, aber immernoch hochwertig. Vom Bahnhof
Romanshorn aus pendelte eine historische Zugskomposition dem Bodensee
entlang, andererseits lockte das Locorama. Wir zigen es aber vor zum
Zmittag nach St. Gallen zu übersiedeln, wo ein Cordon-Bleu lockte. Da die Kassierin nicht auf Anhieb wusste, wie dieses Jubiläums-Menü zu erfassen sei und es zu einen Rückstau kam, wurde uns der nachträgliche Kaffee netterweise grosszügig offeriert.
Der Sonntag wurde dann diesmal aber bewusst zum Ausruhen genutzt.
Eine Weiterbildung zwang mich am Dienstag nach Buchs:
Ein dreitägiger Kurs über die Wertschöpfungskette, von der Beschaffung
bis zur Feinverteilung weckte mein Interesse. Ich hätte für diesen Kurs
auch Ferien bezogen und ihn selber bezahlt, aber die Hierarchie
zeigte sich wohlwollend und bewilligte mir diese Bildungsreise. Auch
wenn mir schon das meiste bestens bekannt ist, so liegt a) der Teufel
im Detail, und b) ist es wichtig zu erfahren, dass das aktuelle Wissen
auch wirklich aktuell genug ist. Daher hatte sich der Kurs eindeutig
gelohnt. Am ersten Tag durfte ich mir "in der eigenen Fabrik" Details
zur Beschaffung, Planung und Herstellung (inklusive Rundgang)
einverleiben. Unser Scheffplaner Ivan ermahnte mich sogar im Vorfeld: "Du hebsch dänn dSchnurre und stellsch kei Frage". Ich scheine für meine perfiden Fragestellungen bekannt zu sein...
Der zweite Kurstag (Mittwoch) führte mich nach Suhr zum Verteilzentrum,
wo es um die Feinverteilung der Waren ab den grossen Lagerhäusern in
die Filialen ging und auch die rückwärtigen Räume der nahen Filiale im Wynecenter inspiziert werden konnten. Im Verteilzentrum führte uns Christoph
durch das riesige Gebäude mit einer aktuellen Lagerkapazität von
120'000 Paletten und erklärte uns die Anforderungen und Einschränkungen
im Gebäude - mir gegenüber gerne mit einem Augenzwinken (weil mir schon
vieles bekannt). Bei einem der Referate erschien überraschend Adrian
(Leitung Migros-Pride) um uns die Evaluation der Artikel im sogenannten
Non-Food-Bereich zu erklären. Meine spitzfindigen Fragen an ihn habe
ich mir für einen späteren Zeitpunkt aufgehoben.
Überraschender Anruf am Freitag von Bernadette von der BINA mit dem einwickelnden Einstieg "Du weisch ja eh immer alles".
Es ging um die datenseitige Umsetzung einer neuen Warenstrategie, wobei
meine Ausführungen dazu führten, dass ich in zwei Wochen eine
einstündige Präsentation an ihre Verantwortlichen halten darf. Das war
eigentlich nicht die Absicht. Aber unter Blinden, ist die Einäugige
Königin.
Auch diese Woche offerierte die Migros ein günstiges Jubiläums-Menü, welches wir uns am Samstag nicht entgehen liessen.
Diesen Mittwoch schon wieder ein Tag in Buchs und Suhr, vormittags im Bureau, mittags am Bahnhof Suhr um die Anlieferung des dritten Saphir II Be 4/8 (Nummer 43) für die WSB zu begleiten. Diesmal waren Patrick und Richi schon vor Ort, dokumentierten mit mir den Ablad ausgiebig, kehrten aber frühzeitig wieder heim. Mit Andreas gönnte ich mir nach erfolgtem Ablad eine kleine ungesunde Mahlzeit beim nahegelegegenen Hamburgerbrater mit dem grossen gelben M im Logo.
Schon wieder waren sieben Wochen rum, Zeit diesen Donnerstag wieder meine liebe Haarfee Angela aufzusuchen.
Am Samstag dann zu Carglass.
Ja diese Firma mit dem eingängigen Werbespruch und den authentischen
Protagonisten mit südosteuropäischen Akzent darin. Und so war es auch
in der von mir aufgesuchten Filiale beim Letzipark, doch der Herr war
entgegen meiner Erwartung äusserst freundlich und hilfsbereit, daher 10
von 10 Punkten. Meine auf Diskussionen vorbereitete Stimmung war
schnell erhellt. Warum war ich aber überhaupt dort? Mein liebes kleines
Auto hatte sich einen Steinschlag
erwischt, wahrscheinlich beim Folgen eines Kiestransporters auf der
Autobahn. Bei Carglass konnte der kleine Riss innerhalb einer halben
Stunde versiegelt werden. Und sie haben sich sogar um die
Versicherungsabrechnung gekümmert. Hut ab! Wenn da nur nicht dieser in
den Ohren bleibende Akzent wäre...
Wieder auf Achse: Diesen Dienstag nach Dierikon zur Betriebszentrale der Migros Luzern
zum dritten Tag der Weiterbildung in der Wertschöpfungskette. Diesmal
ging es um die Feinverteilung von Frische-Artikeln (primär Agrar)
an die Filialen, inklusive Besichtigung der grossen
Bananenreiferei sowie auch um die Einsätze von genormten
Mehrweggebinden. Wiederum eine spannende Sache mit nicht unbekannten
Referenten. Abschliessend zu den drei Kurstagen muss ich sagen, dass
ich bei der Anmeldung euphorisch war, kurz vor dem tatsächlichen
Kursbeginn dann aber skeptisch wurde. Letzeres weil der Teilnehmerkreis
hauptsächlich aus Logistikern bestand und ich diese in meiner von
Vorurteilen gepägten Fantasie eher als hemdsärmlig, schroff und
konservativ einschätzte. An diesen drei Tagen war aber nichts davon
spürbar, im Gegenteil, alle sehr anständig, humorvoll, fast schon
kumpelhaft. Somit waren die drei Tage sehr spannend, lehrreich und
angenehm.
Grosse Nervosität am Donnerstag, denn ich hatte ich vor wenigen Monaten übermütig bereit erklärt, der Migros-Pride-Community ein Kurzreferat über mein damaliges "Coming-out" in der Manufaktur zu halten. Dieses fand in den Räumen des Regenbogenhauses
an der Zollstrasse statt ud ich war an diesem Tag eine Stunde zu früh
vor Ort um mich in Ruhe einzustimmen und den Puls zu senken. Die Wochen
vorher hatte ich mein Referat aufbereitet, ausprobiert, immer wieder
umgeschrieben und die letzten Tage eingeübt. Und trotzdem ist es etwas
anderes, über Prozesse und Programme zu sprechen, als über sich selbst,
mit emotionalen und sehr persönlichen Eckpunkten. Während der Rede
fühlte ich mich wie in Trance, zwischendurch musste ich mit feuchten
Augen kämpfen, weil die Emotionen und Aussagen von damals derart
bewegend und prägend waren, und nun wieder hochkochten. Aber die rund
10 Gäste fanden es eindrücklich und berührend, es gab nur Lob und
Respekt. Wenn ich damit jemanden direkt oder auch indirekt inspirieren
konnte, zu sich selbst zu stehen und aufzuzeigen, dass so ein
"Coming-out" auch sehr positiv vonstatten gehen kann, so habe ich mein
Ziel schon erreicht.
Wenn mich diesen Samstag nicht der leere Kühlschrank zum Einkauf gezwungen hätte, weshalb ein Zmittag und ein Käffeli drinlagen, wäre ich wohl das ganze Wochenende der Tristesse verfallen.
Am Dienstag wiedermal zusammen mit Reto nach Birsfelden, um uns von Yves
zu verabschieden, der nach über 40 Dienstjahren in Rente gehen darf.
Wieder einer der guten, sachkundigen und angenehmen Gesellen weniger in
der Unternehmung. Aber er soll nun seine freie Zeit geniessen. An
diesem Tag hatten wir auch die Gelegenheit, ein Manöver mit der Rangierlok Tm 2/2 1 von Orenstein & Köppel
(Baujahr 1974) mitzuerleben. Bedingung war das Anziehen von
Sicherheitsschuhen und Warnweste (Sicherheit geht nunmal vor), wurden
dafür mit dem lauten Dieselgeräusch, Rangierbefehlen aus erster Hand
und Verschub von Bahnwagen aus nächster Nähe belohnt. Ein schönes und
eher einmaliges Erlebnis, daher ein grosser Dank an Jürgen und Marcus.
Abends dann das Abschiedsapéro von Yves in der Lagerhalle, wo auch die
Geschäftsleitung nicht fehlte. In der Dankesrede erwähnte und würdigte
Yves die Anwesenheit der Firmenleitung sowie ausdrücklich der extra aus
Meilen angereisten Besucher (Reto und ich), was uns leider unnötig
prüfend-neugierige Blicke und Aufmerksamkeit einbrachte. Alles Gute
Yves!
Und dann kam wieder ein langes Ferienwochenende, infolge verordnetem Brückentag zwischen Auffahrt
und Samstag. Da aber niemand Zeit für mich hatte, gammelte ich trotz
wunderbarem Ausflugs- und Portrait-Wetter vier Tage lang vor dem
Fernseher vor mich hin. Der Körper war es dienlich, aber der Geist
mühte sich wieder mit toxischen Gedankenspielen zu Überdruss und Ausstieg ab. So schnell fällt man vom Zenith ins Abseits.
Erlösung am Montag, indem
ich endlich wieder zur Arbeit durfte, wo mir auf professionelle
Weise gekonnt vorgetäuscht wird, willkommen zu sein... Dies unterstruch Ramona mit ihrem Einstieg zu einer komplexen Frage mittels "Du bisch immer e gueti Uuskunftsbasis, wenni nümme wiiter chumme". :-)
Der zweite Truppentag des Jahres führte uns am Dienstag nach Root zu Chocolatier Aeschbach,
einer Unternehmung, die eng mit unserer Fabrik in Buchs
zusammenarbeitet. Die Dimensionen sind im Vergleich sehr sehr viel
kleiner, doch umso flexibler sind sie in der Realisierung von
Kleinmengen und Sonderaufträgen. So habe ich zum Beispiel erfahren
dürfen, dass die Fünfer für die "Foifer und Weggli"
von hier stammen. Und hier auch die Schoggimünzen geprägt werden. Ein
Rundgang bot uns erstaunlich viele Einblicke, auch in Räumlichkeiten,
die ich eigentlich eher dem Geschäftsgeheimnis unterstellt hätte. Am
Nachmittag dann der übliche Info-Austausch untereinander. Und alles
inklusive dem Zmittag auf Kosten des Arbeitgebers. Vielen Dank!
Am Mittwoch dann daheim am arbeiten, weil für die Mittagszeit die Ankunft meiner Schwester angesagt war. So holte ich sie am Flugplatz
ab, doch diesmal reichte es leider nict für ein Käffeli, da die
bekannten Bistros infolge Umbauten nicht mehr da waren und die
restlichen Lokale vom grossem Mittagsandrang zu gut besetzt waren und
so nicht einladend wirkten. Also zurück stadtwärts, Schwö aus laden und
grad wieder ins Houmoffizz.
Seit Dienstag-Abend tat mir
der linke Fuss weh. Eine Art Muskelentzündung, die von der Ferse über
den Ballen in die Zehen und wieder zurück wanderte, und mich am
Donnerstag und Freitag im Büro rumhumpeln liess. Dank aufbewahrten
Restmengen an Ibuprofen und etwas Voltaren verging der Schmerz aber zum Glück von Tag zu Tag wieder. Die Reserven hatten sich bewährt.
Und dann wieder ein langes Wochenende,
quasi die dritte Ferienwoche dieses Jahres. Mangels Nachfragen nach
meiner Wenigkeit einfach stetig daheim und rückwirkend gar nicht so
unwillkommen, denn somit mit viel Zeit um über Sinn und Zwecks des
Daseins und mögliche Auswege zu meditieren.
Den Pfingstmontag noch zur Meditation und Regeneration nutzen, am Dienstag dann endlich zurück ins Arbeitsleben, heute zum Mutterhaus an der Heinrichstrasse, um am aktuellen SAP-Projekt
mitzuarbeiten und die künftigen Prozesse zu testen. Und das einmal mehr
recht erfolgreich, sodass es den zweiten Nachtesttag nicht braucht. Zum
Zmittag zig es Karin und Katharina zur Markthalle beim Viadukt zum Pasta Mercato.
Am Feierabend des Mittwochs durfte ich nach Rapperswil zu Sabina zur Maniküre.
Einmal mehr stand ein Anlass an, wo ich mich von der besten Seite
zeigen wollte, doch fiel dieser leider ins Wasser, den Termin bei Sabi liess ich mir aber trotzdem nicht nehmen.
Dann wurde es Tag für Tag immer wärmer und die noch ungewohnt heissen Tage erdrückend, weshalb ich das Wochenende zur Regeneration im kühlen Dunkel brauchte.
Nun bahnte sich eine
weitere kurze Arbeitswoche an, diesmal aber nicht wegen weiteren
Feiertagen, sondern den jährlich verordneten Zwangsferien.
Das Hochlicht der Woche war der Besuch von Fabienne diesen Dienstag in Meilen. Sie vermag immer die Laune zu heben und Positivität zu verbreiten.
Ab Donnerstag
dann die trübste Zeit des Jahres: Sieben Tage am Stück ohne offiziell
arbeiten zu dürfen, optional bieten nur die möglichen (heimlichen)
Mittagessen in der Kantine ein flakerndes Licht im Dunkel sein.
Diesen Samstag fand in Zürich das grosste Fest des Jahres statt, die Zürich-Pride.
Darauf hatte ich mich eigentlich schon lange gefreut und vorbereitet.
Leider sagte mir meine Wunschbegleitung aber ab (wohl wieder den Kanal
voll?) und auch ansonsten zeigte niemand Ambitionen, mich an diesem
Anlass dabei haben zu wollen, was ja stark für sich spricht und mir
ungefiltert meinen Wert und meine Berechtigung in dieser Welt aufzeigt.
Doch ich zitiere besser meinen Arbeitskollegen Bob: Dänn isch es halt eso.
Also blieb unsereins an diesem Sommertag halt daheim und frustriert vor
dem Fernseher kleben. Vielleicht klappts ja nächstes Jahr...
Und am Sonntag dann soar ein Hitzetag mit gegen 34°C. Ufff, das schreit förmlich nach weiterer Ruhezeit im kühlen Schatten.
Noch drei Tage der Zwangsruhe mit der Erkenntnis, dass Ferien etwas vom Schlimmsten sind, was man mir antun kann!
Dann endlich Abwechslung am Dienstag und wieder unter Menschen: In Suhr ist der vierte Saphir II Be 4/8 der AVA/WSB, die Nummer 44, angeliefert worden. Und mit Andreas war es grad doppelt so spannend.
Der Freigang vom Vortag trieb mich am Mittwoch dann in die Kantine zum Zmittag, und am Donnerstag kehrte mit dem täglichen Wahnsinn des Arbeitsalltags endlich wieder Normalität ein.
Die Agenda des Wochenendes war dann wieder gähnend leer, doch ich konnte mich am Sonntag aufraffen, die in der Schublade schlummernde Spartageskarte zu nutzen: Erst für den "Foifer und Weggli" nach Basel, dann zu Pasteli mit Brätkügeli nach Sankt Gallen, und am späten Nachmittag zur Seilbahn Rigiblick,
die heute letztmalig in bisheriger Form fahren würde. Es folgt ein
dreimonatiger Betriebsunterbruch zwecks Revision der Anlagen und
gleichzeitigem Ersatz der zeitlos formschönen Kabinen von 1979 von
Habegger, Frey und SWS. Also die letzte Gelegenheit, sich in den späten
Sonnenstrahlen von den beiden Kabinen zu verabschieden. :-(
