Tagebuch des Jahres 2025 (2. Halbjahr Juli - Dezember):

![]()
Die
Tage werden endlich wieder kürzer, morgens wird es wieder später hell und abends dunkelt's
früher ein. Der Sommer zeigt sich im Juli aber noch von der
brutzelnden Seite. Die Mauersegler setzten aber schon zur Weiterreise nach Süden
an. Nur die Fussballer auf der grossen Wiese vor dem Haus lassen einen wissen, dass
sich die lauen Abende immernoch draussen verbringen lassen. Umso
lästiger sind die Pfiffe der Schiedsrichter und Jubel der Zuschauer,
wenn ich werktags bereits nach der Tagesschau oder am Wochenende nach der Vorabendausgabe ins Bett gehe und dann doch nicht
einschlafen
kann...
Vom erwünschten Umfeld weiterhin kaum konkrete Anfragen für freizeitliche Treffen. Und wenn ich meine Ideen, Wünschen und Bedürfnissen einbringe, würde diese als belästigend quittiert, und auf die darauffolgende Schmach in Form von Abweisungen à la "muesch halt allei hii" kann ich gerne verzichten.
Aber schleichend gewöhne ich mich gezwungenermassen an die neue emotionale Einsamkeit.
Auswärtige Schlemmereien
sind halt ebenso passé wie die Kaffee-Sitzungen beim Seebecken. Das
neue
Bermuda-Dreieck liegt zwischen Daheim und den Bürotischen in Meilen und
Buchs. Und ich bin froh, dass mein Körper diesen als
Beschäftigungstherapie, Ablenkung und Realitätsflucht getarnten Raubbau
ohne grosse Widerrede mitmacht. Es gilt: Schweigen, dienen,
funktionieren...
Das erste Halbjahr ist geschafft, die Sommerhitze ist drückend, aber da muss man durch.
Die Woche ist schnell erzählt: Arbeiten, arbeiten, arbeiten, am Donnerstag zur Coiffeuse Angela, arbeiten, arbeiten. Und am Wochenende wieder Hausarrest.
Wiederum eine ruhige, und immerhin kühlere Woche.
Diesen Mittwoch zog es mich zu Karin, Katharina, Irina und Christian ins Mutterhaus am Limmatplatz. Die gemeinsame Besprechung dauerte zwar nur eine knappe Stunde, den Rest des Tages durfte ich dort arbeiten.
Diesen Freitag begann die Phase des
Ferienabbaus (sporadisch am Freitag frei). Nur was tun an einem
sinnbefreiten Freitag? Fahren wir mal in die Manufaktur zum Zmittag.
Und zu tun gibt's dort immer was... .
Am Samstag war wieder Sendepause angesagt. Zwar hatten unerwartet viele Gratulanten an meinen offiziellen Geburtstag
gedacht (Outlook und Agenda sei Dank!), doch die spärlichen Anfragen
für ein Tête-à-tête trafen leider zu spät bei mir ein, sodass sich
Aufraffen nicht mehr lohnte. So feierte ich den feierlosen Tag halt mit
Pommes Chips, Gummibärli und Schoggi vor dem Fernseher.
Diesen Sonntag konnte ich mich aber aufraffen und nutzte die vor Monaten gekaufte Tageskarte für eine morgendliche Fahrt nach Basel (5er und Weggli zum Zmorge) und weiter nach St. Gallen (Brätkügeli zum Zmittag im M-Restaurant
im Bahnhof). So wurde der Tag immerhin etwas genutzt. Trotzdem bleibt
das Schönste am Sonntag die Aktivierung des Weckers für den Montag...
Diesen Mittwoch zog es mich nach Buchs zum offziellen Abschied von Marco,
einem unserer besten Einkäufer. Abschiede sind nie einfach, aber Marco
wechselt zum Glück nur konzern-intern. Für seinen Mittags-Apéro hatte
er zwei grosse Partybrote organisiert, welche er aber selbst
zuschneiden musste. eigentlich unüblich. Aber wären sie geschnitten
gewesen, hätten sie den Transport vom Parkplatz ins Büro wohl kaum heil
überstanden.
Auch dieses Wochenende war dann einmal mehr terminliche Funkstille und somit sommerliche Sendepause
Schöner Start am Montag, da uns wiedermal Fabienne besuchte. Sie gehört zu jenen Menschen, die stetig gute Laune zu verbreiten vermögen.
Den Dienstag verbrachte ich dann an der Heinrichstrasse, anlässlich der sogenannten "user acceptance tests" (UAT) des neuen SAP S/4 unseres Mutterhauses.
Ein recht langer Tag mit intensiver Testarbeit, vielen Gesprächen und
der Aufarbeitung von Dokumentationen und Listen. Umso überraschend
positiver war der Zmittag mit Karin, Katharina und Matthias: Ein libanesisches Mahl von Banhmi aus klaren Nudeln, gezupftem Schwein und Gurkenstreifen.
Ab Mittwoch sank dann die Stimmug Tag für Tag zunehmends - viele Gedanken
zu Sinn und Unsinn des Daseins kreisten im Kopf, der innere Druck
stieg, als würde eine grosse Entscheidung anstehen. Vielleicht tut sie
es ja.
Trotz offiziellem Ferientag verbrachte ich den Freitag mangels Beschäftigung wieder in der Manufaktur.
Diesmal reizte aber nicht der Zmittag, sondern a) der Drang nach
sinnvollem Zeitvertreib und b) das Wissen, dort in Ruhe so einige
Pendenzen aufarbeiten zu können. Somit ein wertvoller und für beide
Seiten profitabler Tag. Auf dem Heimweg schaute ich noch bei der Seilbahn Rigiblick
vorbei. Diese ist ja seit einigen Wochen infolge Umbau und baldigem
Ersatz der Fahrzeuge ausser Betrieb. Die beiden Kabinen standen bei der
Talstation, arretiert mit Stahlseilen und sonst nie so nah beieinander
beobachtbar. Vielleicht dienen sie als mobiles Baubüro?
Auch dieses Wochenende blieb die Nachfrage nach mir bei null begrenzt, also wieder faul rumliegen und auf den Montag freuen.
In dieser kurzen Woche war
gefühlt die halbe Schweiz in den Ferien und selbst ich stellte allein
für über die Hälfte unserer Truppe die Stellvertretungen sicher.
Eigentlich war der ursprüngliche Plan wieder etwas Farbe
in den Alltag zu bringen, doch es blieb bei monochromer Kleidung, denn
der tiefe Frust sowie der Sog zur Vergänglichkeit waren zu gross. :-(
Das lange Wochenende zum
Nationalfeiertag war verregnet, trüb, kühl, trist und öangweilig. Umso
grösser die Vorfreude auf den Montag, um wieder unter wohlwollende
Menschen zu kommen.
Am Dienstag besuchte ich nochmal die ausser Betrieb gesetzen Kabinen der Seilbahn Rigiblick.
Welcher Schock, da zwischenzeitlich Vandalen zugeschlagen und beide
versprayt haben. Gewisse Kreise haben vor nichts mehr Respekt, nicht
mal ein hoher Zaun hindert sie an der Anbringung ihrer "Kunst". Gut,
dass ich vor anderthalb Wochen schonmal vorbeigeschaut habe.
Mangels Programm verbrachte ich meinen Ferientag-Freitag halt wieder in Meilen. Bei "Hörnli & Ghackets", sowie zu einer von Saba offerierten feinen Crèmeschnitte. So geht Ferien!
Für Samstag und Sonntag sind Temperaturen über 30 Grad angesagt. Das ist mir zu heiss, ich melde mich ab.
Ein trauriger Moment: Diesen Dienstag wurden die Kabinen der Seilbahn Rigiblick
ersetzt. Ich war froh, dabei sein zu dürfen, und gleichzeitig war ich
betrübt, mich von den beiden, mich seit 1979 begleitenden Kabinen,
verabschieden zu müssen. Deren Design ist stark an die zu dieser Zeit
lancierten und populären Tram 2000
sowie Autobusse Saurer SH560-25 und FBW 91GL angelehnt. Nun ist ihre
Lebenszeit zu Ende, der Ersatz ist auch schon da, optisch angelehnt an
die neuste Tram-Generation, die Flexitys.
Ein kurzer Austausch mit dem Projektleiter hatte immerhin zur Folge,
dass mir eine Bedientafel aus dem Abbruchfahrzeug Nummer 2 ausgebaut und
zugestellt wurde. Somit habe ich eine persönliche Erinnerung an diese
Kabinen. Kabine Nummer 2 wurde gleichentags zu einem Entsorger
transportiert, Kabine Nummer 1 wird in Dübendorf zwischengelagert. Letztere
soll später gereinigt und auf dem Areal der Zentralwerkstätte als Blickfang dienen.
Am Mittwoch war wieder Fabienne bei uns zu Besuch (Hurra!), am Donnerstag besuchte ich meine Haarfee am Rennweg, den Freitag verbrachte ich in Buchs und mit feiner Pizza mit Claudia, Daniele, Jeffrey und Tobi in Küttigen.
Diesen Dienstag hatte ich frei und machte mich auf nach Basel zum dortigen Universitätsspital,
um mich in einer Sprechstunde betreffend Optionen plastischer
Gesichtskorrekturen beraten zu lassen. Der Arzt hatte mich zwar 20
Minuten warten lassen (ich wollte schon gehen, er passte mich aber noch
beim Lift ab), war dann aber sehr freundlich und nahm sich die volle
Stunde Zeit für mich. Mit vielen Eindrücken und Inspirationen machte
ich mich dann wieder auf den Heimweg und musste das alles überdenken
und setzen lassen. Zurück in Zürich besuchte ich noch die rundum erneuerte Seilbahn Rigiblick,
welche heute der Bevölkerung präsentiert wurde, indem die beiden
Kabinen an den Endpunkten besichtigt werden konnten. Zufällig war auch Martin dort, und dann gabs noch ein Käffeli im M-Restaurant in Oerlikon.
Definitiver Abschied am Donnerstag in Birsfelden zur Pensionierung von Thomas. Erfreulich war die Entdeckung in der Kantine, dass dort morgens frisches Rührei
zubereitet wird. Damit hat dieser Standort wesentliche Pluspunkte
einheimsen können. Zum abendlichen Apéro kamen dann viele Weggefährten,
sogar aus der Ostschweiz und der Westschweiz. Da draussen ein
Monsunregen wütete, war mir die Heimfahrt auch nicht eilig und so
blieben wir zu sechst bis zum Schluss (Thomas, Fredi, Emiel, Nicole, Corinne und ich). Der Heimweg führte mich dann über die Staffelegg und via Aarau,
um Corinne daheim abzusetzen, was sie mir bei dem Huddelwetter auch
innig verdankte. Die Fahrt von Aarau nach Zürich fühlte sich dann
richtig unheimlich an: Wegen dem prasselnden Regen waren auf der
unbeleuchteten Autobahn die Markierungen schlicht nicht mehr zu sehen,
so folgte ich in langsamem Tempo einem vorausfahrenden Fahrzeug, in der
Hoffnung, dass dieses das gleiche Ziel haben würde. Irgendwann war ich
voller Adrenalin und gottefroh, heil daheim angekommen zu sein.
Das Wochenende war dann wieder von gewohnter Tristesse getrübt.
Diesen Montag mal wieder in Buchs im Einsatz. Am Dienstag zur Maniküre bei Sabi in Rapperswil. Der Rest Woche in gewohnt konstanten Gefilden.
Am Samstag fand das jährliche Saurer-Treffen in Sursee
statt. Schon bei der Anfahrt erspähte ich in der Warteschlange zum
Festareal den gesuchten Toni-Milchtransporter. Mein Glück war, dass die
Kadetten die Besucher überholen liessen und die Autos ins Parkhaus
lotsten, währen die Lastwagen für die Registrierung nur langsam voran
kamen. So konnte ich den Toni-Wagen noch rechtzeitig erwischen und mit
dem Besitzer Wisi
ein
paar Fachsimpeleien zur Geschichte des Fahrzeugs und der damaligen
Toni-Molkerei austauschen. Als er von seinen Erlebnissen und vielen
Kilometern berichtete (sogar ins Tessin), hüpfte mein Toni-Herz vor
Freude! In der
wellblechigen Verkaufshalle war diesmal nicht viel los, da auch dieses
Jahr einige Anbieter nicht zugegen waren, oder nicht die Modelle
feilboten, die ich mir erhofft hätte. Immerhin reihte sich auf dem
Platz der Autobusse nach einem ausgesetzten Jahr auch wieder der
SH560-25 der VBSG von Patrik ein. Dann war mein Besuch auch schon wieder vorbei und ich gönnte mir einen späten Zmorge im Zürcher Belcafé.
Für diesen Sonntag hatte ich mir eine Tageskarte gekauft, geplant war der Besuch der ANAT
in Areuse. Meine vorgesehene Begleitung hatte sich diesen Termin aber
trotz damaliger Absprache nicht notiert und so kein Musikgehör für
dieses Thema. Darum gönnte ich mir halt einen Zmittag in St. Gallen im M-Restaurant. Dabei hatte ich am Esstisch auf der Terrasse eine unerwartete Begegnung mit einer Dame, beginnend mit "Tschuldigung, dörf ich Sie öppis frööge?".
Sie meinte mich in einem Interview gesehen zu haben (vermutlich Migros
Magazin oder Beobachter) und sie sei fasziniert von meiner Geschichte
und ich sei so sympathisch. Und dass ihr Sohn früher ihre Tochter war
und sich auch erfolgreich entwickelt habe, und dass sie sich freut,
dass die Gesellschaft heute so offen sei. Mein Essen wurde zwar kalt,
aber ihr Kompliment, ich würde so gut aussehen, wärmte mich dann innerlich wieder auf. Schöne Begegnung!
Diesen Montag und Dienstag 100-Jahre-Migros-Personalfest auf dem Flugplatz Mollis.
Auf 55'000 m2 werden 6 km Wasserleitungen und nochmal so viele
Abwasserleitungen verlegt, das Festgebiet mit 15'000 m3 Kies auf die
rund 40'000 Besuchenden vorbereitet. Meine Abteilungs-Gspändli und ich waren am Montag
mit dabei, aber da wir zu unterschiedlichen Zeit eintrafen und
unterschiedliche Rückreisefenster zugeteilt bekamen, hätten wir nicht
wirklich viel Zeit gemeinsam verbracht. Und ehrlich gesagt, ich hatte
mich schon am Mittag wieder verdrückt, da es mir zunehmend zu viele
Menschen hatte, man an den meisten Verpflegungs-Ständen anstehen musste
und ich mich wegen der Lautsprecherdurchsagen im Befehlston anfing wie
ein dressierter Affe zu fühlen. Trotzdem: Es ist eine ganz grosse
Kiste, was die Migros da für ihre Angestellten organisiert hat, Hut ab!
Aber es war plötzlich nicht mehr meine Welt. Vielleicht bin ich zu alt,
zu spiessig, zu langweilig oder zu erwatungsvoll für solche Anlässe.
Aber mir wurde auch schnell bewusst, dass dieses Fest auch ohne meine
Teilnahme sehr gut funktionieren würde. Da braucht es meine Teilnahme
nicht. Und vermisst hatten mich laut späterem Umhören tatsächlich auch
nur die allerwenigsten (wenn überhaupt wirklich jemand)... Ich freue mich aber sehr für die rund 40'000
Teilnehmenden, die ihren Spass hatten.
Den Dienstag verbrachte ich wieder in Buchs. Unsere pensionierte Lyda hatte ihren Besuch angemeldet, das wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Die Rorschach-Heiden-Bahn setzte diesen Sonntag zusätzlich ihre historischen Fahrzeuge ein, weshalb Richi und ich der Region einen Besuch abstatteten. Mir persönlich hat es der DZeh 2/4 22
angetan, eine rumpelnde und rasselnde Gepäcklokomotive mit Baujahr
1930, die trotz Klobigkeit mit Eleganz und Charme zu beeindrucken
vermag. Die Lok war mit vier Wagen unterwegs, im Spezialfahrplan
ergänzt durch den Triebwagen ABDeh 2/4 24 von 1967. Natürlich war auch der Regelzug mit dem modernen BDeh 3/6 25 von 1998 auf Achse. In St. Gallen gab es kurz vor Küchenschliessung noch eine Stärkung im M-Restaurant. Dann herrschte wieder Funkstille...
Diese Woche ist schnell erzählt:
Die anhaltenden Rückenschmerzen veranlassten mich, für diesen Donnerstag einen Massage-Termin zu vereinbaren. Das tat richtig gut!
Und am Wochenende hatte unsereins wieder Sendepause mit Chips, Schoggi und TV-Serien...
Am Mittwoch besuchten uns Fabienne und Daniele in Meilen. Das gemeinsame Pizza-Essen im Napule war dabei das Hochlicht des Tages.
Wieder einer dieser lästigen Ferientage am Freitag, mit sanftem Start im Belcafé, Zmittag nach Meilen, und nachmittäglicher Bratwurst vom Sternen-Grill.
Eine Woche vor dem Abstimmungswochenende sollten die Abstimmungszettel eingeworfen werden. Darum war ich am Samstag schon wieder im Belcafé, um meine bürgerliche Pflicht zu erfüllen.
Für diesen Sonntag organisierte ein ortsansässiger Tramverein eine nette Fahrzeugaufstellung zur Verabschiedung der Ende dieses Jahres geplant ausrangierten Serie II unserer Tram 2000 (Wagen 2045-2098). Gegen hundert Teilnehmende fanden sich beim damaligen Tramdepot Burgwies
ein und lichteten die dort aufgestellten fünf Tramwagen Be 4/6 2005,
2080, 2068, 2078, 2067 und das Pony Be 2/4 2418 ab. Hier sei zu
erwähnen, dass der Wagen 2005 der ersten Serie entstammt (2001-2045)
und eigentlich nicht zum Thema gehört, aber als künftiger Museumswagen
aus Sicht der Organisatoren halt nicht fehlen darf.
Nach einer Verschiebung quer durch die Stadt fanden wir uns alle in der Zentralwerkstätte in Altstetten
wieder, wo den Fotografen acht Fahrzeuge aufgereiht wurden: Be 4/6
2057, 2065, 2078, 2067, 2068, 2005, 2080, 2089. Mein Be 4/6 2048 war
leider aufgrund einer Sicherheitskontrolle leider nicht mit dabei. Ich
hoffte aber bis zur letzten Minute der Veranstaltung auf seine
Sichtung.
Die nächste Aufstellung fand am Bahnhof Wiedikon statt, einem der Lieblingsorte eines der Organisatoren wegen des dort verbauten "Engländers".
Der Sonne schien die Lust an der Teilnahme vergangen zu sein, sie
zeigte sich ab hier nur noch noch zögerlich, was aber punkto Gegenlicht
und Kontrast teilweise sogar besser war. In Wiedikon waren nur noch
drei Kompositionen mit dabei: 2067+2418, 2005, 2065+2057.
Der letzte Fotopunkt, das Depot Irchel,
war eher den motorisierten Anhängern "Pony" (Be 2/4 2401-2420)
gewidmet. Ich nutzte die Gelegenheit für Innenaufnahmen und Bilder der
für einmal zugänglichen Hilfsführerstände. Die Teilnehmerschar war, wie
gewohnt, teils anstregend und unbeholfen. So war ich enorm froh, mich
an einige bekannte Kollegen heften zu können. Und die grösste Überraschung war das Wiedersehen mit Steffi, die ich vor Jahren aus den Augen verloren hatte.
Am Montag wiedermal nach Buchs
zu einer halbjährlichen Infoveranstaltung. Ein sehr willkommendes
Wiedersehen mit selten gesehenen Mitarbeitenden diverser Standorte.
Dann ALARM am Dienstag: Kurz nach dem Mittagessen plagten mich die vertrauten Symptome einer Nierenkolik,
der Schmerz wurde immer intensiver, die Atmung immer flacher und für
kurze Zeit sah ich sogar schwarz. Ich musste die Arbeit beenden und
heimfahren, schlief sowohl im Zug als auch im Tram kurz ein, schaffte
es aber doch noch irgendwie heim und warf sofort die damalig vom Triemli verschriebenen Medikamente ein. Die für heute geplante Massage
konnte ich aber nicht mehr absagen (kostet es halt). Zum Glück legten
sich die Symptome dank den Medis schnell wieder und der
Erschöpfungsschlaf trug auch zur Besserung bei.
Am Mittwoch kehrte ich zögerlich zur Arbeit zurück, hatte aber das Glück, zufällig vom 2048 abgeholt sowie auch heimgebracht zu werden.
Den Termin bei der Haarfee am Donnerstag
wollte ich auch nicht sausen lassen, war aber in stetiger
Alarmbereitschaft, bei anschwellenden Schmerzen in der Nierengegend
grad Medis einzuwerfen und heim ins Bett zu gehen.
Zum Glück ging es mir am Samstag +/- besser und konnte am lang ersehnten Tag der urbanen Produktion den geplanten Besuch in der Stadtkäserei Zürich realisieren. Ein kleiner Produktionsraum nahe des Hauptbahnhofs mit angeschlossenem Restaurant. Mit einem der Gründer (Peter)
hatte ich ein nettes langes Gespräch unter Branchenkennern. Und nur
schon der Geruch in den rückwärtigen Räumen liess mich in Erinnerungen
an die altehrwürdige Fabrik schwelgen...
Am Sonntag lockte mich ein Spaziergang mit Mario aus dem Haus. Nur waren die Lokale im Seefeld zu gut besetzt, dass wir uns dann in der Kunsthaus-Bar
eine Erfrischung gönnten. Moderne Einrichtung und zentral gelegen, nur
das Personal ist sehr unaufmerksam und putzt lieber Gläser und Theke,
als einen herablassenden Blick zu den bestellungswilligen Gästen zu
werfen.

Dank einem Hinweis von Patrick konnte ich am Montag den Be 4/6 2048 auf dem 17er abpassen. Hoffentlich nicht zum letzten Mal.
Auch diese Woche belastete mich der Muskelkater in der Nierenregion und ich fühlte mich weiterhin lädiert. Trotzdem wollte ich den Massage-Termin am Dienstag nicht sausen lassen und bereute es dann für den akuten Moment: Valentina schröpfte mir den ganzen Rücken auf und ab, um angeblich verklebte Faszien zu lösen. Welch schmerzhafte Erfahrung!
Diesen Freitag zog es mich wieder morgens nach Buchs zur Arbeit, mittags nach Suhr zur Ankunft des Saphir II ABe 4/8 45. Somit sind alle fünf Triebwagen dieser Serie da und spätestens ab kommendem Fahrplanwechsel im täglichen Einsatz. Andreas war diesmal nicht vor Ort, überhaupt war ich die einzige Fotografin. Aber ich konnte immerhin Andreas' Scheff
überreden, noch ein Erinnerungsbild von mir mit dem jüngsten ABe 4/8 zu
machen. Ich bin stolz, alle fünf Wagen bei ihrer Ankunft begrüsst haben
zu dürfen.
Diese Woche wurde in den Medien die traurige Nachricht verbreitet, dass die zweitletzte Silberkugel
am Bleicherweg nach 62 Jahren geschlossen wurde. Somit bleibt nur eine
einzige Silberkugel übrig, nämlich jene an der Franklinstrasse in
Oerlikon. Möge sie uns noch lange erhalten bleiben. Diesen Samstag erstatteten ihr Martin und ich einen langen Besuch.
Am Sonntag brauchte der Körper dann eine Pause.
Diesen Dienstag erfolgte die dritte Rücken-Massage bei Valentina und die primäre Therapie konnte mit Erfolg abgeschlossen werden
Am Mittwoch stand die jährliche Kontrolle der Nieren im Triemlispital an,
zum Glück ohne akute Diagnose, aber es wurde ein 3mm langer Schatten
entdeckt. Ein so kleines Objekt kann weder zertrümmert, noch
rausgeschniotten, sondern nur mit viel Triken rausgeschwemmt werden.
Das ist gleichzeitig beunruhigend und auch beruhigend. Nett war, dass
sich die Dame am Empfang
der Fachabteilung einmal mehr an mich erinnerte und wusste, dass ich
auch dieses Jahr wieder gerne ein Erinnerungsfoto haben würde.
Gleichentags am Abend kam Andi nach Zürich und wir gönnten uns in der kürzlich neueröffneten Bergstube Uetliberg
einen üppigen Znacht. Es hatte mehr Personal als Gäste im Lokal, wobei
zwei emsigen Serviererinnen fleissig umherhuschten, während ein halbes
Dutzend Vorgesetzte stetig und unüberhörbar Konzepte besprachen und die
Bedienung instruierten. Einer dieser Vorgesetzten kam gegen Ende des
Abends zu uns an den Tisch und fragte mit sichtbar aufgesetztem
Lächeln, ob alles gut sei. Aufgrund seiner saloppen Kleidung war er
nicht als Angestellter zu erkennen, wirkte mehr wie ein abgewrackter
Künstler. Deshalb forderte ich zuerst ein Grüezi
ein und fragte ich ihn zurück, ob er denn zum Personal gehöre, da wir
nicht allen solche Auskünfte erteilen würden. Immerhin brachte er ein Grüezi
hervor, stellte seine Funktion aber nicht vor, betrachtete sich jedoch
als zum Personal gehörend. Wie sich später herausstellte, handelte es
den Inhaber des Lokals: Der Junior jenes Pächters, welcher in der
Vergangenheit immer wieder durch Skandale mit unbewilligten Bauten am
Berggipfel oder Eintrittsgebühren auf den Aussichtsturm auffiel. Der
Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Strenger Arbeitstag am Donnerstag:
Eines der Ziele für dieses jahr ist ein ganztägiger Einsatz in der
Produktion. Da mir unsere Produktions- und Lagerräume bestens bekannt
sind, habe ich entschieden, vormittags in der Hausdruckerei den Leistungskatalog besser kennenzulernen und am Nachmittag am "Lädeliplatz"
in der Logistik bei der Erstellung von sogenannten Outlet-Paletten
behilflich zu sein. Während der Vormittag mit mehr Theorie versehen
war, durfte ich am Nachmittag dann mit körperlichem Einsatz assortierte
Paletten zusammenstellen, Artikel von grossen in kleine Kisten
umfüllen, und schwere Paletten durch die Hallen ziehen. Die zweite
Tageshälfte hatte es in sich und wegen der ungewohnten Bewegungen war
dieser Einsatz später recht in den Knochen spürbar.
Am Feierabend des Freitags traf ich kurzfristig Mario auf ein Käffeli im Volkshaus.
Eigentlich hatte ich mir einen einfachen Austausch erhofft, doch dann
liess ich mich zu einem erlebnisreichen Wochenende überreden:
Abfahrt am Samstag um 10:05h ab Zürich via Arth-Goldau, Bellinzona und Cadenazzo nach Sangiano
im italienischen Nirgendwo. Die Zugfahrt dauerte genau drei Stunden,
dann folgte ein Fussweg grobkörnig geteerten Strassen mit Schlaglöchern
entlang, ohne Trottoirs, dafür mit aus jedem dritten Vorgarten heraus
bellenden Hunden. Richtig einladend! ;-) Das Ferienhaus, das sich Mario und Paul
zugelegt haben war in der intensiven Renovationsphase, hat aber
Potenzial, ein richtiges Schmuckstück in einer angenehmen Umgebung zu
werden. Heute gab es aber noch einen Auftrag zu erledigen: In einem Baumarkt
haben sie 35 Kartons Parkett bestellt, welcher noch gleichentags
abzuholen sei. Also ab mit dem Auto zu diesem Markt und dort die
schweren, staubigen Packungen aufladen, in der Hoffnung, dass es keinen
Achsbruch gibt. Anschliessend auf zum Znachtessen nach Milano. Mario fand ein Hotel am Stadtrand, liessen das Auto dort und brausten mit der vollautomatischen M5
ins Stadtzentrum, fuhren mit dem Tram weiter und landeten plötzlich an
der Piazza Cordusio bei der ehemaligen Hauptpost und kurze Zeit später
beim Dom mit der benachbarten Galleria Vittorio, wo sich unzählige Touristen tummelten. Dummerweise machte mein rechter Fuss schlapp, der Ballen schmerzte und schwoll im Laufe des Abends an. Znacht gab es in der nahen Osteria al Ventotto (Ventotto: Tramwagen Baujahr 1928), nämlich zuerst Bruschetta, dann Tagliatelle al Ragù bzw. Cotoletta con Patate. Für Dolce hatte es keinen Platz mehr. Eine Tramfahrt mit einem der historischen Peter-Witt-Wagen
von 1928 (mit lautstarkem Kompressor) später landeten wir im belebten
Ausgangsviertel in der Via Lecco, mit vielen sympathischen Menschen,
nur verstand ich leider kein Wort. Da wir zu müde waren um in einer Bar
einzukehren, brachten uns Schnellbahn und Metro zurück ins Hotel.
Das Zmorgebuffet am Sonntag war einfach aber gut. Nur beim Kaffee
war ich etwas verwirrt, als nach dem Tastendruck für selbigen nur eine
Pfütze in der Tasse landete. In Italien ist ein Kaffee halt nur ein Fingerhut, während bei uns eine volle Tasse kredenzt wird. Mir wurde dann beschieden, einen Cappuccino zu wählen. Das Hotel steht in der Nähe der Ausstellungshallen "Pirelli Hangar Bicocca",
dort bestaunten primär die Dimensionen dieser riesigen Hallen, denn die
Ausstellungen und Installationen waren eher schwer zu verstehen.
Entlang der Strassen zeigte Schizophrenie der Stadt: Einerseits modern
und mutig anmutende Bauten, davor jedoch löchrige Strassen und keimige
Abgänge zur Tramstation und ungepflegte Infrastruktur. Wir holten das
Auto beim Hotel ab, erhaschten in Cinisello noch eines der neusten Trams von Stadler, und machten uns auf den Weg zurück nach Sangiano zum kleinen Imbiss, zum Auslad der 35 Kartons Parkett, und zur Rückkehr via Cadenazzo und Bellinzona zurück nach Zürich. Welch intensives, aber schönes Wochenende!
Somit habe ich meine Jahresferien 2025 absolviert (nach 2022 mit 3 Tagen in Island und 2023 den 2 Tagen in Innsbruck).
Eine Faustregel besagt, dass von Oktober bis Ostern Winterpneus im Einsatz sein sollen - ich wende diese Regel für den Wechsel von hellen auf dunkle Strümpfe an.
Diesen Mittwoch war wieder Fabienne in Meilen zu Besuch, wie immer eine willkommene Abwechslung
Geplant für diesen Donnerstag ein Arbeitstag in Taverne im Tessin, der Termin wurde aber abgesagt und mir blieb eine SBB-Tageskarte vorig. Also nahm ich einen Ferientag und machte eine plumpe Rundreise durch den Nebel, von Zürich via Bern nach Lausanne, von dort das Wallis hinauf, und ab Brig auf dem "Sperrsitz" ohne Umstieg zurück nach Zürich.
Wermutstropfen: Eigentlich wollte ich mich für diese Reise schön
aufbretzeln, fiel aber in meine eigene Gedankenfalle von Resignation
und Frustration, und arbeitete die sechseinhalbstündige Rundfahrt
dadurch dann viel mehr als Pflichtprogramm ab...
Ein Infoanlass veranlasste mich diesen Freitag in Buchs zu arbeiten. Belohnend wirkte dazu das gemeinsame Mittagessen in der Pizzeria Peppino in der Altstadt von Aarau.
Der Ballen tat mir trotz Voltaren und Wallwurzsalbe immernoch weh, weshalb dieses Wochenende trotz sehr akzeptablem Herbstwetter daheim verbracht wurde. Rückblickend schade.
EIne durchgehend nasse und schnell erzählte Woche:
Am Dienstag Besuch vom Brand-Management des MGB, am Donnerstag die neusten Farmer-Riegel zum probieren bekommen, und den Freitag verbrachte ich wiedermal in Buchs.
Anlässlich des jährlichen "Schöftler Märts" positionierte sich diesen Samstag auch der Verein pro Salonwagen WSB mit einem Infostand beim Bahnhof Schöftland
und bot Möglichkeit, den im Wiederaufbau befindlichen Salonwagen zu
besichtigen. Leider war das Wetter nicht optimal, Regentropfen und Bise
zehrten an den Kräften aller Protagionisten. Doch die Stimmung war gut
und es konnte einiges an Spenden eingeholt und so manche ankommende
Fahrgäste vom Vorhaben beeindruckt werden. Ich hatte das exklusive
Privileg, mit Andi in
die Katakomben der Werkstätte steigen und mir nochmal die revidierten
Teile ansehen zu können, sowie auch mit den anwesenden
Vereinsmitgliedern fachsimpeln zu können. Und wir ich später
mitbekommen habe, hatten auch die an diesem Tag im Einsatz stehenden
Vereinsmitglieder Freude an meinem Besuch.
Am Mittwoch lockte mich der gute Zmittag (angesagt war Schnitzel mit Pommes Frites) nach Buchs. Als ich dann im Salatbuffet Härdöpfelsalat erblickte, fühlte ich mich wie im Paradies. Halleluja!
Ernüchtend, ja erschüternd war am Abend dann die Meldung, dass (mein) Lieblingstram Be 4/6 2048 zusammen mit dem Pony Be 2/4 2401 ihren letzten Einsatz
absolvierten (Linie 5, Kurs 05) und am Abend zwecks Ausrangierung
eingezogen wurden. Mir fehlen die Worte. Es musste ja mal kommen, doch
verdrängte ich diese Tatsache immer und immer wieder. Und ich konnte
mich nicht einmal verabschieden. Das Herz blutet.
Vielleicht auch aus obigem Grund, war die Massage am Donnerstag bei Valentina richtig und wichtig, um die Verkrampfungen und Schmerzen im Rücken zu lösen.
Diesen Samstag zog es mich wiedermal in den Migros City, um mit Martin in alten Inufa-Nutzfahrzeug-Katalogen zu blättern und vertieft über Pneufahrzeuge zu philosophieren.
Am Sonntag ging es dann auf grosse Fahrt, zuerst nach Olten, von dort mit Andi via Renens nach Genève zum jährlichen Tram-Festival.
Auch dieses Jahr spielte das Wetter eher schlecht als recht mit, es
nieselte ständig, ein kalter Wind bliess durch die Strassen, zudem
waren die historischen Tramwagen mit allerlei kuriosen Fahrgästen
gespickt: Einige steigen einfach mal ein und sind dann verdutzt, wenn
das Tram nicht die gewohnte Route befährt oder an der gewünschten
Haltestelle die Türen verriegelt bleiben. Tja, wer lesen kann (oder nur
schon zuhört), ist immernoch im Vorteil. Wir fuhren mit dem
Standard-Zug nach Moillesullaz und zurück, wärmten uns nach einem kurzen Schwatz mit André beim nahen Burgerbrater auf und kapitulierten bald mal vor Wind und Wetter. Schnellzüge brachte uns via Lausanne nach Bern, wo a) wieder die Sonne schien und b) ebenfalls ein Betriebstag mit historischen Tramwagen stattfand. Wir warteten bewusst auf das Kurbeli, das von Mischu auf der letzten Fahrt des Tages gekonnt, elegant und dynamisch ins Weissenbühl gesteuert wurde. Dort erspähte ich auch den selten eingesetzten Lufter (Be 4/4 171) und den exZürcher Schneepflug Xe 4/4 505. Dann am Bahnhof etwas Proviant erhaschen und ab nach Hause. Es war ein langer, aber sehr schöner Tag.
Der dritte Truppen-Tag dieses Jahres, diesen Dienstag wieder in Buchs. Und wir alle (Fabienne, Athena, Daniele, Salih, Evelin, Valérie, Bianca und ich) konnten uns über ein auswärtiges Mittagessen in einer traditionellen Beiz, dem Dietiker in Suhr, freuen.
Am Donnerstag mussten bei der Haarfee Angela wieder die Haare gekürzt werden und am Freitag erhaschte ich den ersten Grittibänz der Saison.
Für diesen Sonntag hatte ich wieder eine Spartageskarte vorrätig, und kein Programm für deren sinnvolle Nutzung. Also auf nach St. Gallen, in der Hoffnung auf eine feine Portion Pastetli mit Brätkügeli. Aber ich wurde diesmal enttäuscht, da das grosszügige Buffett alles andere als die ersehnten Pasteli feilbot. Und die Kassiererin bekundete, wie leid es ihr tue, da sie wisse, dass ich jeweils extra von Zürich wegen der Pastetli anreise. Jööö! Nun ja, die Kinderfestbratwurst vom Bahnhofsgrill tat es auch und ich schnappte mir den nächstbesten, nicht überfüllten Zug zurück nach Zürich. Und weil eine Bratwurst nicht über den ganzen Tag reicht, musste abends noch der Pizzakurier vorbeischauen.
Am Dienstag erhielt ich von Patrick noch ein Bild "meines" ausrangierten Be 4/6 2048 in der Zentralwerkstätte. Es könnte das letzte Bild dieses Wagens gewesen sein. :-(
Am Sonntag pilgerte ich mit Martin nach Wetzikon ins zweimal im Monat geöffneten FBW-Museum.
Der FBW-Club stellt in einer Wellblechhalle ein kleine
Wechselausstellung von restaurierten Lastwagen und Autobussen der
bekannten Marke aus, zeigt viele technische Details und betreibt auf
einer Gallerie ein kleines Bistro. Es ist schon viele Jahre her, seit
ich dieses Museum besuchte. Und ich wusste, damals Bilder von Lastwagen
der ehemaligen Toni-Molkerei gesehen zu haben. Auch diesmal wurde ich
nicht enttäuscht und hatte sogar das Vergnügen, ein paar Worte dazu mit
dem Vereins-Archivar Harald
austauschen zu können. Wenn ich ihm die Chassis-Nummern der gesuchten
Fahrzeuge zusammenstelle, würde er versuchen, mir Informationen
zusammen zu tragen. Somit geht nun auf die Suche nach den benötigten
Angaben...
Der Winter kommt nun definitiv. Noch nicht mit Tiefschnee, aber zumindest mit eisigen Temperaturen.
Für Donnerstag war ein weiteres Infomations-Gespräch in der Chirurgie des Universtätsspitals Basel
vereinbart. Ich traf pünktlich um 10 Uhr ein, wartete geduldig 10
Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten und konnte dann nicht anders, als am
Empfang meine Enttäuschung über die wiederholt unkommentierte Warterei
kundzutun. Wenn auf der Einladung 10:00 Uhr steht, darf man auch 10:00
Uhr erwarten, oder? Oder zumindest eine Information über eine
Verzögerung und deren ungefähre Dauer. Offenbar hatte das inkompetente
Sekretariat eine Doppelbuchung vorgenommen, mir beim Eintreffen aber
nichts dazu verraten. Gaht's no?? Eine Dreiviertelstunde nach der
Sollzeit rief mich der Arzt dann zu sich und auch er konnte nur ob der
Unzulänglichkeit des Sekretariats den Kopf schütteln. Es tat ihm auch
ehrlich leid, aber da es im Sekretariat wohl immer wieder zu
Unqualitäten komme, habe er mangels Weisungsbefugnis bereits
resigniert. Der Arzt war immerhin sehr nett und nahm sich Zeit
ausreichend für mich, doch die Klinik hat sich einmal aufgrund der
nicht vertrauenserweckenden Administration disqualifiziert.
Überraschend war am Ende
dann ein kurzfristiger Terminvorschlag für die Behandlung am Folgetag.
Zwar überrumpelte mich diese Spontanität, doch ich sagte zu. Es wird
schon gut gehen und es blieb so auch nur wenig Zeit um wirklich nervös
zu werden. Also am Freitag
nochmal hinfahren, und diesmal sogar pünktlich ins Behandlungszimmer
gerufen worden, dann liess ich es passieren und überliess mein
Schicksal dem Herrn Dr. Lunger und Herrn Dr. Klein. Und darum nutzte ich dann Samstag und Sonntag
für die Regenerierung, zum Abklingen der inneren Anspannung sowie zur
Abkühlung, Abschwellung und Beruhigung der behandelten Zonen.
Die aufkommende
Weihnachtszeit ist unübersehbar. Letzte Woche wurde in der
Bahnhofstrasse feierlich die Beleuchtung "Lucy" eingeschaltet, und auch
in der Manufaktur sind nach und nach saisongerechte Dekorationen zu
erspähen. Ja, der erste Advent steht bevor. Und es ist - sofern sich
Nebel und Regenwolken weiterziehen - auch wieder die Zeit der schönen
Farben am Abendhimmel: Es sind wieder meine Hausfarben pink und
hellblau, die mich beim Eindunkeln erfreuen.
Dieses Wochende war Knuspi in Zürich zu Besuch und wir nutzten den Samstag für einen Spaziergang durch sein damaliges Wohnquartier beim Hardplatz und dann durch den Wald am Adlisberg. Die angedachten Lokale waren zu gut ausgebucht, sodass wir dann im Santa Lucia
noch einen Tisch für eine Pizza fanden. Unser Zeitfenster war aber nur
kurz, der Nachmittag ging viel zu schnell vorbei. Umso mehr freut es
mich, dass wir uns überhaupt sehen konnten. Danke für deinen Besuch und
gute Heimfahrt, Knuspi!
Diesen Montag fand wieder der interne Schoggiverkauf statt: Unser Personal konnte Säcke voller Schoggi für nur wenige Franken ergattern, wobei Vlora und Silvia wieder mit viel Herzblut alles gaben.
Den Dienstag verbrachte ich dann daheim, mit einem kurzen Abstecher über Mittag zum Flugplatz Zürich, um meine Schwö
abzuholen. Sie verbringt den Dezember in Europa und besucht wiederum
unterschiedlichste Destinationen um dort die lokalen
Weihnachtsstimmungen einzufangen. Dieses Jahr habe ich aber von einer
Begleitung abgesehen - meine Reiselust ist weiterhin sehr getrübt.
Im Dorfmuseum Gontenschwil endet dieser Tage eine kleine Ausstellung zur WSB,
mit verschiedenen Exponaten und Informationen zur Geschichte der
Linienführung sowie der Entwicklung der Bahn. Das liessen sich Andreas und ich am Samstag
nicht entgehen, auch wenn wir bis in den Dachstock dieses ehemaligen
Pfarrhauses von 1592 hinaufstampfen mussten. Der feine Znacht im Restaurant Korzo in Unterkulm
liess dann die Mühen vergessen. Auch wenn mein Schnitzel etwas zäh war,
überzeugte das Lokal mit seinem Interieur, der Einfachheit der Auswahl
der Speisen sowie der Freundlichkeit der Mitarbeitenden.
Am Montag besuchte uns Fabienne letztmalig für dieses jahr. Da spürt man, dass das Jahr nun tatsächlich bald vorbei ist.
Der Mittwoch lockte mich nach Buchs
zu einer Kaffee-Konferenz, allerdings wurde diese in schlecht
verständlichem Englisch abgehalten und die gezeigten Folien waren
zumeist überladen oder schlecht lesbar. Aber alle klatschten
wohlwollend, während unsereins sich am Mittag ohne spürbaren Mehrwert
aus dieser anstrengenden Veranstaltung heimlich davonschlich.
Diesen Donnerstag stand dann nochmal ein Sprechstundentermin am Universitätsspital Basel in der Agenda. Nebst dem Austausch von ersten Erfahrungen nutzte Dr. Lunger die Gelegenheit auch für einen Feinschliff der bereits gemachten Eingriffe, sodass ich am Freitag dann wieder auf Make-Up verzichten musste und nochmal von daheim aus arbeitete.
Grosse Abschiedfahrt am Samstag auf der WSB: Die klassischen hochflurigen Triebwagen Be 4/4 von 1978 mit ihren kurzgekuppelten moderneren Steuerwagen ABt von 2008 wurden mittels einer speziellen Fahrt von Schöftland nach Menziken und zurück ehrenvoll aus dem Plandienst verabschiedet. Der Extrazug, bestehend auf dem Be 4/4 24 mit ABt 54 sowie Be 4/4 25 mit ABt 59 (die letzten zwei überhaupt noch einsatzfähigen Kompositionen) wurde von Andreas geführt, sowie von vielen netten und vertrauten WSB-Funktionären (wie z.B. René F und Michael B) begleitet. Unter den über 150 Gästen waren auch Luca, Jane und Elias, Alice und Konrad, Hans-Ruedi O, Martin B, Fritz, Beat und Renate S,
Samuel F, und viele mehr. Ein Potpourri an Bahnfreunden.
Grosse Fahrt am Mittwoch: Der letzthin verschobene Besuch bei Luisa in Taverne
wurde endlich wahr. Statt Heim-Arbeit, einfach Taverne-Arbeit. Und das
Arbeiten im Zug auf dem Hin- und Rückweg gestaltete sich auch sehr
entspannt. Nach einem kurzen Rundgang durch die Reismühle fuhren wir ins benachbarte Manno zum Zmittag. Das bei den Einheimischen in der Region offenbar gut bekannte Grotto dell'Ortiga bot feinstes Essen in rustikalem Ambiente an, ein absoluter Geheimtipp für alle, die sich mal in diese Region verirren.
Einzelnen Aussagen zufolge solle das Cargo-Tram
Ende dieses Jahres eingestellt werden. Darum nutzte ich nach der
Rückkehr aus dem Tessin noch die Gelegenheit, das Fahrzeug vielleicht
letztmals auf der Hardbrücke zu erwischen. Wenige Minuten nach meiner
Positionierung auf der Brücke kam es schon angefahren. Dann musste ich
aber definitiv heim an die Wärme.
Am Donnerstag besuchte ich meine Haarfee Angela,
die sich offenbar nicht mehr Haarfee nennen darf. Ein Haarsalon in
Winterthur hat angeblich den Begriff "Haarfee" schützen lassen, sodass
sich Angela dieses Namens auf allen Dokumenten und Einträgen entledigen
musste. Für mich bleibt sie aber meine persönliche Haarfee. :-) Dies
war zugleich mein letzter offizieller Arbeitstag dieses Jahres,
zumindest buchungsmässig. Die restlichen Tage musste ich als Ferientage
beziehen, um den aufgestauten Saldo auf Ende Jahr noch aufzubrauchen
(der Übertrag an Ferientagen ins Folgejahr ist bei uns leider
begrenzt). Tja, das kommt halt davon, wenn man die Ferientage zu fest
hortet oder nicht rechtzeitig abbucht und kann kaum mehr los wird.
Diesen Samstag war der letzte einsatz des Cargo-Trams
vorgesehen, aber ein Lagerschaden liess es leider im Werdhölzli
verbleiben. Ein Austausch am geplanten Einsatzort Hardturm mit der
dortigen ERZ-Truppe machte mir aber insofern Hoffnung, als dass für
2026 angeblich noch rund 40 Einsätze dieses Schienen-Veterans
vorgesehen seien. Also doch: Totgeglaube leben länger!
Wo verbringt man die gemütlichsten Ferien?: In Meilen!
:-)) Zwäge Leute, exzellentes Essen, geselliges Abmiente und seine
Ruhe,
um ungestört und konzentriert Aufgetürmtes abzuarbeiten und
Bevorstehendes vorzubereiten. Und auch gleichzeitig für die üblichen
Pleiten, Pech und Pannen erreichbar, um umgehend korrigierend
eingreifen zu können (die anderen Wissensträger waren ja kaum
anwesend). Täglich wurde für die eine oder andere Fragestellung meine Expertise benötigt. Und dienen kommt schliesslich vor verdienen. Eine Gewinn-Gewinn-Situation, perfekt für alle und die Gesamtbetrachtung.
Wunderbar am Montag war, dass ich den beiden letzten im Einsatz stehenden Ponyzügen (Be 4/6 2057 mit Be 2/4 2420 sowie Be 4/6 2073 mit Be 2/4 2401)
auflauern konnte. Diese wären eigentlich per Fahrplanwechsel
ausgemustert worden, sind aber infolge Fahrzeugmangel nach Kollisionen
noch eine kurze Zeit länger im Einsatz. Eine Art Gnadenfrist, bevor
diese Fahrzeug-Serie endgültig aus dem Regelverkehr verschwindet.
Umso trauriger war am Abend die Nachricht, dass Chris Rea,
dessen Musik mich in den Jugendjahren intensiv begleitet und berührt
hatte, im Alter von 74 Jahren verstorben war. Die Meldung hatte mich
sehr berührt und ich hörte mir schluchzend zwei Stunden lang seine
wunderbaren Werke an, schwelgte in emotionalen Erinnerungen an
vergangene und prägende Zeiten. Seine Lieder bleiben
unvergessen!
Am Dienstag-Nachmittag hatte ich mit meinem Schwesterherz
zu einem Käffeli abgemacht. Die Lokale in der Stadt waren aber entweder
zu gut besetzt oder über die Feiertagswochen geschlossen. So blieb uns
dann nur der Coop am Bellevue für einen Glühwein bzw. (für mich) Verveine-Tee.
Und schon war es Heiligabend,
der jährliche grosse Abend der Schlemmerei, kleinen Geschenke und der
vorsichtig-umsichtigen Wortwahl. Schon bei meiner Ankunft bei Frau Mama zum abgesprochenen Zeitpunkt war ein Knistern in der Luft zu spüren, indem von Gina mit
Nachdruck und verdrehten Augen nach der Sauberkeit meiner Hausschuhe
gefragt wurde. Gleichzeitig entschwand die Hauptgastgeberin zu einer
Nachbarin, während unsereins auf Anweisung hin zuerst eine halbe Stunde
regungslos zuzuwarten hatte, bis die Nebengastgeberin den Staubsauger
penibelst durch's Etablissement spazieren geführt hatte. Als ich mich
nach einer halben Stunde wieder rühren dürfte, folgte die Frage, ob man
mir Sekt oder Brennesseltee reichen dürfte. Ääääh... So war ich
erleichtert, als es sogleich zu Tisch ging und das feine Panierte und der Kartoffelsalat reichlich geschöpft werden durften.
Am Donnerstag dann nochmal bei Frau Mama zum Zmittag, wiederum mit den Leckereien von Vorabend, und kurze Zeit später ging es schon wieder zum Flugplatz Zürich, da der Abflug meines Schwesterherzes nach U, S und A
auf dem Plan stand. Es war ein emotionaler Abschied, und ihre Pläne,
uns in wenigen Monaten ja wieder in Zürich besuchen zu wollen, konnten
nicht ausreichend Trost spenden.
Am Freitag brauchte ich eine Verdauungspause und viel Schlaf, am Samstag gönnte ich mir nach einer Odyssée durch die Stadt (alle Cafés und Restaurants waren überlaufen) daheim den ersten Dreikönigskuchen der Saison.
Für Sonntag gab es eine kleine Planänderung: Angedacht war, mit meiner Spartageskarte das Tram de Noël zu besuchen, doch dieses gab am Vortag seinen Geist auf. So versuchte ich mein Glück in St. Gallen bei einem Teller Pastetli mit Brätkügeli, doch auch hier wurde ich enttäuscht: Der Restaurantleiter
erklärte mir, dass es diese infolge eher kleinerer Nachfrage nur noch
selten gäbe, könne aber für kommenden Sonntag solche im Buffet
organisieren. Dies lehnte ich aber sehr dankend, da ich für kommenden
Sonntag leider keine Spartageskarte vorrätig habe. :-(( Dafür schöpfte er mir beim Tagesmenü (Kalbsgeschnetzeltes) einen recht vollen Teller. :-))
Diese drei Ferientage verbrachte ich nicht in Meilen, weil die Kantine dieser Tage geschlossen hatte. Das heisst aber nicht, dass die Geschicke nocht von daheim aus koordiniert werden können.
Am Montag, demm drittletzten Tag gönnte ich mir einen Fleischvogel zum Zmittag und konnte noch den Proviant für das kommende lange Wochenende aufstocken.
Den Dienstag verbrachte ich mit Patrick im Seeland: Zuerst bei der schmalspurigen Biel-Täuffelen-Ins-Bahn, ab Biel mit einer Fahrt nach Ins, dann zurück nach Täuffelen,
und zwei Spaziergängen entlang der Strecke von Mörigen nach Gerolfingen und von Nidau nach Biel.
Diese Bahn verfügt über 12 einheitliche Gelenktriebwagen des Typs GTW Be 2/6:
7 Exemplare von 1997 (Nrn. 501 - 507), 2 nachbestellte Einheiten von
2007 (Nrn. 509 + 510), sowie 3 per 2017 von der MOB übernommenen Zügen
(Nrn. 511 - 513, Baujahr 1997). Wo bleib die Nummer 508? Das war nur ein unterdessen abgebrochenes Antriebsmodul.
Mittags reichte die Zeit nur für einen kleinen Snack,
denn schon fuhr uns der Regio nach Bellach. Das Gelände der dort ansässigen Carrosserie Hess
ist weitläufig, war aber über diese arbeitsfreien Tage trotzdem nicht durchgehend abgeriegelt. So konnten wir
nebst versandbereiten Trolleybussen für nach Frankreich auch solche für
Zürich entdecken. Letztere sollten wohl in den kommen Tagen angeliefert
werden. Am Abend spähten wir dann noch kurz durch den Zaun der VBZ-Zentralwerkstätte, sodass ich von "meinem" Be 4/6 2048 Abschied nehmen konnte. Der Wagen dürfte in den kommenden Tagen seine Reise
ins Kriegsgebiet antreten. Traurige Sache...
Und dann endlich am Mittwoch der letzte Tag dieses Jahres. Die letzte warme Mahlzeit des Jahres im Migros-City, und mit Martin
letztmalig Kaffee und Kuchen im 2025. Und dann heim ins kuschelige
Bett, während draussen die Feuerwerke knallten und zischten. Der Jahreswechsel
sollte wieder im Schlaf erfolgen, denn was gibt es schon zu feiern? Die
Erwartungen für das Folgejahr sind gedämpft, aber es kann ja kaum
schlimmer kommen, oder?
EN GUETE RUTSCH!!!
